Reiseberichte

Wo nicht speziell erwähnt, sind die Berichte von Ingrid Schrofner verfasst. Herzlichen Dank Ingrid für deine Arbeit.

Sommerausflug nach Romont (FR) 2019

Adventsfeier 2018

Museum Burg Maur und Ausflug Greifensee 2018

Vitra Museum und Merian Gärten 2018

Ausflug nach Winterthur in die Seilerei Kislig 2018

Adventsfeier 2017

Ausflug zur Moorlandschaft in Guldenen Oktober 2017

Ausflug nach Reichenau GR 10. August 2016

Adventsfeier 3. Dez. 2016

Besuch Ritterhaus Bubikon Okt. 2016

Sommerausflug und Schifffahrt auf dem Bodensee Sept. 2016

Ausflug nach Bad Säckingen 28.10.2015

Schifffahrt auf dem Ägerisee 11.8.2015

Sommerausflug nach Pruntrut und Ste. Ursanne 2015

Besuch Forum Würth in Rorschach 2015

Adventsfeier vom 28. Nov. 2014

Schifffahrt auf dem Walensee August 2014

Sommerausflug nach Obwalden Juni 2014

Adventsfeier 30.11.2013

Stadtbesichtigung Rheinfelden 26.10.2013

Vierwaldstättersee und Wagner Museum 13.8.2013

Auf ins Luzernische 20.6.2013

Besuch der Haumüli in Embrach 28.5.2013

Adventsfeier 1.12.2012

Herbstausflug nach Schönenwerd 4.10.2012

Schifffahrt auf dem Greifensee 21.8.2012

Ausflug ins Glarnerland 21.6.2012

Adventsfeier 26.11.2011

Herbstbummel in Zürich 8. Oktober 2011

Schifffahrt auf dem Hallwilersee 9. August 2011

Ausflug ins Emmental zu Alphorn und Zither- 16. Juni 2011

Ausstellung «home» in Lenzburg - 10. Mai 2011

Adventsfeier - 27. November 2010

Ausflug nach Hergiswald - Samstag, 23. Oktober 2010

Schifffahrt in den Obersee - Donnerstag, 12. August 2010

1. Gemeinsamer Ausflug nach Altenrhein und Heiden - 17. Juni 2009


 

Sommerausflug nach Romont (FR) 2.7.2019

Es sollte wieder ein heisser Tag werden und trotz dieser Vorhersage wagten es 23 CONTINUO Mitglieder, einen Sprung über den Röstigraben zu tun, um das zauberhafte Städtchen Romont zu erkunden. Die Fahrt über Fribourg verlief ohne Zwischenfälle. mit diesem Luxuscar kein Wunder! Kurz vor 11 Uhr trafen wir in Romont, beim Schloss, ein.
Das Schloss wurde 1240 von Pierre II. von Savoyen erbaut, wahrscheinlich über einem älteren Bau. Es besaß einen Turm in jeder Ecke und war von einem Wassergraben umgeben. Vom ursprünglichen Gebäude sind die Ring-mauer auf drei Seiten sowie der runde Bergfried erhalten. Das heutige Schloss und der Eingang stammen aus dem 16.Jh. Im Hof, zu Füssen des Bergfrieds befindet sich ein grosses Wasserrad von 1772. Sein Durchmesser beträgt 4,5 m.
Im Schloss begann unsere einstündige Führung durch das seit 1981 eingerichtete Museum der Glasmalerei und Glaskunst, Vitromusée. Infolge einer Besprechung im Atelier musste die Führerin, obwohl wir angemeldet waren, den Rundgang umgestalten und sie führte uns zuerst in die Sonderausstellung über chinesische Hinterglasmalerei. "Reliefs de Chine" Drei Jahrhunderte chinesischer Hinterglasmalerei. Obwohl in China diese Kunst unbekannt war, versuchten die Chinesen, europäische Sujets nach zu kopieren was ihnen sehr gut gelang. Es handelt sich um Bilder, die das 1. Mal im Westen gezeigt werden.
Die weltweit einzigartige Sammlung des Vitromusée illustriert den künstlerischen Weg des Glases mit Schmuckstücken aus dem Mittelalter, der Renaissance und des Jugendstils bis zu den zeitgenössischen Kunstwerken. Ein Flügel ist der Hinterglasmalerei gewidmet.
Die Schöpfer der ältesten Kirchenfenster sind unbekannt, andere tragen jedoch die Signatur berühmter Ateliers oder Künstler, zu denen auch Marc Chagall zählt.
Um zu zeigen wie ein Kirchenfenster entsteht, werden im Atelier die Werkzeuge eines Glasermeisters gezeigt.
Die Stadt beginnt sich seit 1240 zu entwickeln, nachdem Peter II. von Savoyen sie erworben hat und zu einem bedeutenden Militärstützpunkt ausbaut. 1476 wird sie von den Eidgenossen besetzt. Ein grosser Teil der alten Stadtmauer von Romont ist erhalten. Sie wurde durch Peter II. von Savoyen erstellt und durch die freiburgischen Vögte unterhalten und wiederhergestellt, bevor sie im letzten Jh. aufgegeben wurde.
Während der Burgunderkriege, in denen das Haus Savoyen u.a. gegen Bern und Freiburg gekämpft hat, wird Romont niedergebrannt und geplündert. Die Stadt hält Savoyen die Treue bis zur Eroberung des Waadtlandes durch die Berner und die Freiburger. Im Jahre 1536 unterwirft sich Romont Freiburg, um den katholischen Glauben beibehalten zu können.
Die Region trägt den Namen "Land der Glasmalerei" aufgrund der Präsenz des Vitromusée und der zahlreichen Glasfenster von hoher Qualität, die sich in der Umgebung befinden.
Kollegiatskirche Notre-Dame-de l’Assomption. Die erste Kirche wurde durch die Feuersbrunst welche Romont 1434 verwüstete, fast völlig zerstört. Die heutige, spätgotische Kirche wurde 1451 geweiht. Das südl. Seitenschiff des früheren Baus wurde beibehalten. Das Innere wurde Ende 19.Jh. und 1938 teilweise neu dekoriert. Interessante Glasgemälde aus dem 14. Und 15.Jh., ferner 12 Fenster mit den Aposteln von 1939 (Alexandre Cingria). Es handelt sich um eines der schönsten Monumente im gotischen Stil in der französischen Schweiz.
Leider konnten wir die Kirche nicht besichtigen, da zu dem Zeitpunkt eine Abdankungsfeier stattfand.
Nach der Führung im Glasmuseum ging es zum Mittagessen ins Restaurant La Couronne. Bis zur Weiterfahrt nach Mézières FR erkundeten die meisten das Städtchen Romont.
Gestärkt trafen wir nach einer kurzen Fahrt in Mézières FR ein.
Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Pierre aux Liens wurde in den Jahres 1937 bis 1939 erbaut.
Neben der Kirche steht das Schloss, dessen Ursprung bis ins 12.Jh. zurückgeht. Nachdem es in den Besitz der Familie Diesbach kam, wurde es in der 2. Hälfte des 18.Jh. komplett umgestaltet. Der rechteckige Bau besitzt einen polygonalen Treppenturm und über dem Portal das Wappen der Familie Diesbach. Die Innenräume sind mit verschiedenen wertvollen Tapeten aus dem 18.Jh. ausgestattet.
Dem Trend folgend beschloss der Besitzer des Schlosses im 18.Jh. seine Zimmer mit Tapeten zu schmücken. Diese Art von Innendekoration erlebte zu dieser Zeit einen unglaublichen Aufschwung. Heutzutage beinhaltet das Schloss eine der seltensten Sammlung an Tapeten, die sich immer noch am ursprünglichen Ort befinden.
Das Schloss beherbergt seit 2007 das weltberühmte Musée du Papier Peint.
Wir hatten das Glück, eine sehr gute Führerin zu haben. Sie erklärte uns, auf welche aufwendige Art diese Tapeten entstehen und machte uns auf die unterschiedlichsten dargestellten Themen hin.
Nach diesem interessanten Zwischenhalt ging es auf die Fahrt über Land nach Murten. Auch dort ist wie in Romont, die Innenstadt von Autos verstellt. Kaffee und Kuchen wurden genossen, bevor es um 17.40 Uhr auf die Rückfahrt nach Zürich ging, wo wir auch pünktlich ankamen.
Es war wieder ein schöner Tag, in angenehmer Gesellschaft und einem interessanten Programm, für dessen Zusammenstellung wir dem Vorstand bestens danken und uns schon auf den nächsten Anlass freuen.

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Adventsfeier 8.12.2018

58 Personen sind unserer Einladung gefolgt und fanden sich im Kirchgemeindehaus Oberstrass ein, um gemeinsam einen besinnlichen Adventnachmittag zu verbringen.
Der Aperitif, der nun schon zur Tradition geworden ist, wurde für angeregte Gespräche genützt und man konnte sich wieder einmal mit diesem und jenem unterhalten.
Die festlich geschmückten Tische und das Kerzenlicht trugen zur vorweihnachtlichen Stimmung bei. Wie immer verging die Zeit im Nu. Das gut zubereitete Essen erhielt allgemein viel Lob.
Als besondere Attraktion konnte der Vorstand SCARFUSO'S Figurentheater, bestehend aus zwei exzellenten "Puppenspielern", engagieren. Einer davon singt im Konzertchor Harmonie (Werner Eisenring) und steht dem Hauptakteur, Herrn Hans Jörg Raaflaub, gekonnt zur Seite. Mit den künstlerisch gestalteten Marionetten und der ent-sprechenden Musik entführten die beiden Artisten die Anwesenden in eine poetische Märchenwelt. Für eine kurze Zeit vergaß man den Alltag mit seinen Sorgen. Nach der Darbietung konnte man die Marionetten von der Nähe betrachten und sich über die kunstfertige Herstellung der Puppen ein Bild machen.
Dem musikalischen Genuss folgte endlich Kaffee und Kuchen! Das Dessertbuffet war wieder reichlich bestückt worden von zahlreichen Mitgliedern, denen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. Wie gut die mitgebrachten Leckereien waren zeigte sich darin, dass innert kürzester Zeit das Buffet restlos geplündert wurde!
Nach so einem guten Mittagessen und der großartigen Darbietung durch SCARFUSO'S Figurentheater ging man beschwingt in den Alltag zurück. Die Präsidentin wünschte allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2019!

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Burg Maur und Schifffahrt auf dem Greifensee 16.8.2018

Zu diesem Ausflug konnten wir 25 Personen begrüßen. Der Wettergott war uns wieder einmal gnädig und es sollte ein sonniger Tag werden!
Man traf sich direkt auf der Burg Maur. Sie ist gut mit dem ÖV erreichbar. Erbaut wurde sie um 1250 als gemauerter quadratischer Wohnturm mit 8,9 Metern Seitenlänge und auf 1,40 starken Grundmauern aus Bollensteinen und behauenen Eckquadern.
Die Burg wurde mehrfach verkauft. Unter den Besitzern seien folgende Namen genannt: Aeppli, Burkhard, Kramer, Füßli, Ziegler, Nüscheler und schließlich 1749 der berühmte Kupferstecher David Herrliberger. Die Burg wurde sein Wohnsitz und Verlagsort, doch seine Kompetenzen als Gerichtsherr waren gering. Die selbstherrliche Amtsführung führte zu Spannungen mit der Dorfbevölkerung und dem übergeordneten Landvogt von Greifensee. Herrliberger verkaufte 1775 die Gerichtsbarkeit und die Burg Maur für 8000 Gulden an den Landwirt Hans-Jakob Zollinger aus Uessikon, doch die Gerichtsbarkeit ging an Zürich.
Seit 1962 ist die Burg Eigentum der Gemeinde Maur. Sie wurde umfassend renoviert und zu einem Museum umgestaltet. Seit 1976 befinden sich hier die Herrliberger-Sammlung und ein Teil des Ortsmuseums Mühle in permanenter Ausstellung, mit Salomon-Kabinett und Kunstkammer in der Burg für Wechselausstellungen. Im Burgkeller sind eine Kupferstecher-Werkstatt und eine Buchdruck-Werkstatt eingerichtet.
Da wir etwas in Zeitdruck waren, erklärte uns »die Seele der Burg«, Frau Susanne Walder, im Eilzugstempo die Geschichte des Hauses und besonders die Kupferstecherarbeiten von David Herrliberger. Ein weiterer Besuch dieses Kleinodes unter den Museen im Raum Zürich lohnt sich auf jeden Fall!!
Teils zu Fuß, teils mit Auto ging es dann zur Schifflände in Maur, von wo wir unsere Rundfahrt auf dem Greifensee starteten. Eine Schifffahrt wird von unseren Mitgliedern sehr geschätzt, lädt sie doch zu einem Gedankenaustausch ein. Die Landschaft ist da fast zweitrangig. Da es ziemlich heiß war an Bord, genossen die meisten unter Deck die Aussicht auf die naturbelassene Gegend!
Ein "Z’Vieri Plättli in der Schifflände beendete das Tagesprogramm. Der direkte Bus von der Schifflände führte die Teilnehmer zum Klusplatz in Zürich.
Es war ein rundum gelungener Anlass. Nicht zu sehr befrachtet mit Kultur. Die Natur kam auch zum Zuge. Wir danken dem Vorstand dafür!

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Vitra Campus und Merian Gärten 26.6.2018

Bei frühsommerlichen Wetter trafen sich 21 Personen am Carparkplatz, um gemeinsam zuerst den VITRA Campus in Weil am Rhein zu besuchen, und anschließend die Merian Gärten in Basel.
Durch kompetente Führer wurden wir durch den Campus geführt, mit speziellem Augenmerk auf die Architektur der Anlage. Es handelt sich um ein einzigartiges Ensemble zeitgenössischer Architektur, welches die kommerziellen und kulturellen Aspekte des Möbelherstellers Vitra an einem Ort vereint.
Der Campus wurde über Jahrzehnte hinaus zu einer zentralen Anlaufstelle für Design- und Architekturliebhaber aus aller Welt. Sie sind hier eingeladen, die Gebäude von Tadao Ando, Zaha Hadid, Herzog & de Meuron, Frank Gehry, Nicholas Grimshaw, Álvaro Siza und Sanaa kennenzulernen. Im VitraHaus wird die gesamte Vitra Home Collection erlebbar, von den großen Klassikern bis hin zu den neuesten Entwürfen zeitgenössischer Designer.
Nach einer kurzen Pause im Café des VitraHauses ging es weiter nach Basel.
Die Merian Gärten wurden im Jahr 1811 von Christian Merians Vater erworben. Das seit dem Mittelalter ausgebaute Landgut »Brüglingen« wurde durch den Sohn zu einem für schweizerische Verhältnisse riesigen Hofgut vergrößert. Seit 1886 gehört der Besitz der Merian Stiftung, hat sich aber auf rund ein Drittel der ehemaligen Fläche verkleinert.
In der Brüglinger Ebene befinden sich die Sportanlagen St. Jakob, der Merian Park (Botanischer Garten mit englischem Landschaftspark) und die Stiftung «Im Grünen» (ehemals Grün 80). Dem biologischen Obst- u. Gemüsebau wird große Aufmerksamkeit gewidmet.
Bevor wir zur Führung durch das große Areal aufbrachen, genossen wir ein gutes Mittagessen in der Villa Merian, welche sich so ziemlich in der Mitte des Geländes befindet. Das schöne Wetter erlaubte es, im Freien zu essen.
Anschließend daran führte uns der oberste Gartenbauingenieur durch einen Teil des Gartens, um uns die bereits errungenen Erfolge zu zeigen. Teils waren die Blüten bereits abgefallen infolge des trockenen Wetters, trotzdem erkannte man das Ausmaß der Züchtungen und vor allem die viele Arbeit dahinter!
Auf dem Weg nach Zürich machten wir einen kurzen Zwischenhalt in Laufenburg. Dieses Städtchen verdankt seine einzigartige Lage dem Rhein. Der strategisch und wirtschaftlich bedeutende Ort wurde von Graf Rudolf von Habsburg zur befestigten Stadt ausgebaut. Später wurde L. Residenz der Grafen von Habsburg-Laufenburg. Die Brückenstadt gehörte bis zur Trennung von 1801 zu Vorderösterreich. Das links-rheinische Laufenburg wurde 1803 dem neu gegründeten Kanton Aargau zugeordnet.
Der Aufenthalt in Laufenburg war lohnenswert und wurde von den Teilnehmern genutzt, sei es um im schweizerischen Teil etwas zu bummeln oder im deutschen Teil etwas zu konsumieren.
Die Weiterfahrt nach Zürich war problemlos und wir erreichten den Carparkplatz zur angegebenen Zeit.
Wir danken dem Vorstand für diesen interessanten Ausflug.

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Besuch der Seilerei Kislig, Winterthur Mittwoch, 18. April 2018

Bei strahlendem Sonnenschein traf man sich pünktlich um 13.30 Uhr am Winterthurer Hauptbahnhof, um von dort mit dem Bus zur Seilerei Kislig in Winterthur-Breite zu kommen. 25 Personen waren der Einladung von Hans-Peter Fehr gefolgt, in der Gewissheit, etwas über ein sehr altes Handwerk, das wie so viele in dieser Form dem Untergang geweiht ist, zu erfahren.
Der Inhaber Martin Benz führt mit Begeisterung die Gruppen durch den Betrieb um ihnen dieses Handwerk anhand teils antiker Maschinen und anderen technischen Vorrichtungen näher zu bringen, wobei er überzeugt zu sein scheint, dass die meisten Anwesenden sehr wenig von den Arbeitsgängen verstehen werden!
In diesem Betrieb vereinen sich Geschichte und Moderne. Der unscheinbare Holzbau inmitten eines Wohnquartiers entpuppt sich beim Betreten als imposantes 100m langes Gebäude.
Gegründet wurde die Seilerei "Von der Breite Winterthur" bereits 1878. Von 1927 bis 2002 war die Seilerei im Besitz der Familie Kislig. Jetzt befindet sie sich im Besitz der Familie Benz-Teroni. Außer kleineren Umbauten 1933 und 1959 wurden nur geringfügige Änderungen im Betrieb vorgenommen. In der Schweiz ist die Seilerei einzigartig und die älteste ihrer Art.
Da die Seile nach alter Tradition hergestellt und konfektioniert werden, ist es möglich Kleinstmengen oder Sonderanfertigungen herzustellen. Aber auch große Mengen können in kürzester Zeit hergestellt werden.
Die Kundschaft reicht von Privatpersonen über Artisten, Theater, der Land- u. Forstwirtschaft, dem Baugewerbe, Spielplatzbauern, Uhrmachern, Tierfreun-den, Fesselkünstlern bis zu den Pfadfindern. Die verwendeten Materialien sind Hanf, Jute, Kokos, Manila, Flachs, Baumwolle und Draht; bei den Kunstfasern Polyamide, Polyester, Polypropylen, sowie Acrylfasern.
Außer den herkömmlichen Seilen werden auch Armbrustsaiten, sowie Zündlunten für Vorderlader und Kanonen, sowie einfach Seile für Feuerwerk hergestellt.
Schön langsam und begleitet von den Ausführungen von Herrn Benz wanderten wir im 100 Meter langen Fabrikgebäude entlang. Herr Benz zeigte uns u.a. wie geflochtene, gedrehte Seile entstehen. Zu guter Letzt zog er für uns ein Seil. Nun erst wurden wir gewahr, warum es einen derart langen Raum braucht! Dieser letzte Arbeitsvorgang fand besonders bei unserem jüngsten Teilnehmer, Nick Bächtold, Sabeth’s Enkel, großen Anklang!
Nach dem obligaten Besuch des Fabrikladens, wo einige Seilereiprodukte über den Ladentisch gingen, begaben wir uns ins nahe gelegenen Restaurant INCONTRO, wo man bei einem besonders reichhaltigen Z’vieri Plättli den Nachmittag ausklingen ließ.
Gegen 18 Uhr ging es heimwärts. Wir danken Hans-Peter Fehr für die Organisation dieses interessanten Besuches in einem Handwerksbetrieb der etwas anderen Art.

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Adventsfeier 25. November 2017

56 Personen sind unserer Einladung gefolgt und fanden sich im Kirchgemeindehaus Oberstrass ein,  um gemeinsam  einen  besinnlichen Adventnachmittag zu verbringen.

Der Aperitif, der nun schon zur Tradition geworden ist, wurde für angeregte Gespräche genützt und man konnte sich wieder einmal mit diesem und jenem unterhalten.

Die festlich geschmückten Tische und das Kerzenlicht trugen zur vorweihnachtlichen Stimmung bei. Wie immer verging die Zeit im Nu. Das gut zubereitete Essen erhielt allgemein viel Lob.

Als besondere Attraktion konnte der Vorstand KLANGFEUER, zwei exzellente Musikerinnen, die uns am Klavier und der Klarinette, ein Potpourri an beschwingten Melodien diverser Komponisten, u.a. Johannes Brahms und vor allem George Gershwin, zu Gehör brachten, engagieren. Einige Weihnachtslieder, zwar nicht in der üblichen Form, machten den Abschluss.

Dem musikalischen Genuss folgte endlich Kaffee und Kuchen! Das Dessertbuffet war wieder reichlich bestückt worden von zahlreichen Mitgliedern, denen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. Wie gut die mitgebrachten Leckereien waren zeigte sich darin, dass innert kürzester Zeit das Buffet restlos geplündert wurde!

Nach so einem guten Mittagessen und der großartigen Darbietung durch KLANGFEUER ging man beschwingt in den Alltag zurück. Die Präsidentin wünschte allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2018!


Adventsfeier 3.12.2016

51 Personen sind unserer Einladung gefolgt und fanden sich im Kirchgemeindehaus Oberstrass ein, um gemeinsam einen besinnlichen Adventnachmittag zu verbringen.
Der Aperitif, der nun schon zur Tradition geworden ist, wurde für angeregte Gespräche genützt und man konnte sich wieder einmal mit diesem und jenem unterhalten.
Die festlich geschmückten Tische und das Kerzenlicht trugen zur vorweihnachtlichen Stimmung bei. Wie immer verging die Zeit im Nu. Das gut zubereitete Essen erhielt allgemein viel Lob.
Als besondere Attraktion konnte der Vorstand die DEZIBELLES, das Zürcher A-capella Quartett, gewinnen. Nach mehrmaligen Versuchen, sie für unseren Anlass zu engagieren, hat es dieses Jahr endlich geklappt. Die vier temperamentvollen jungen Frauen begeisterten uns mit Liedern von Klassik bis Jazz, sowie speziell arrangierten Volksliedern bis hin zum Pop.
Dem musikalischen Genuss folgte endlich Kaffee und Kuchen! Das Dessertbuffet war wieder reichlich bestückt worden von zahlreichen Mitgliedern, denen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. Wie gut die mitgebrachten Leckereien waren zeigte sich darin, dass innert kürzester Zeit das Buffet restlos geplündert wurde!
Nach so einem guten Mittagessen und der großartigen Darbietung durch LES DEZIBELLES ging man beschwingt in den Alltag zurück. Die Präsidentin wünschte allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2017!

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Besuch Ritterhaus Bubikon Mittwoch, 19. Oktober 2016

30 Personen sind der Einladung des Vorstandes gefolgt, um an einem herbstlichen Nachmittag, das Ritterhaus Bubikon und die zurzeit stattfindende Sonderausstellung "1816 – Das Jahr ohne Sommer" zu besuchen.

Vor 200 Jahren erlebte das Zürcher Oberland einen selten nasskalten Sommer gefolgt von einer schweren Hungerkrise wie seither nie mehr. War der gewaltige Tambora-Vulkanausbruch von 1815 schuld daran? 2016 geht das Zürcher Oberland den Spuren von damals und den Fragen von heute nach.

Ehemalige Johanniter-Komturei:
Das Ritterhaus Bubikon gilt als die am besten erhaltene Kommende des Johanniterordens in Europa. Die 1192 gegründete, für das Wirken des Johanniter-(Malteser-)Ordens beispielhafte Anlage wurde nach der Zerstörung im Alten Zürichkrieg (1443) wieder aufgebaut. Die Reformation überlebte sie dank einem Arrangement zwischen dem Orden und Zürich, das fortan protestantische Schaffner stellen durfte. Der um 1570 erweiterte Komplex mit altem Bruderhaus, Kapelle (roman. Saalkirche mit Freskenresten), Konventhaus, Neuem Bruderhaus und Rittersaaltrakt sowie dem Sennhaus (Wirtschaftsgebäude) umschließt auf drei Seiten einen Hof. Die Komturei, die seit 1936 von einer "Ritterhausgesellschaft" instandgehalten wird, beherbergt das reich dotierte Johannitermuseum. Seit 1959 steht das Ritterhaus unter Bundesschutz. Heute ist es eine überregional bekannte Begegnungsstätte.

Einige Worte zur derzeitigen Sonderausstellung:
Im "Heimatspiegel", einer Beilage der Zeitungen "Zürcher Oberländer", sowie "Anzeiger von Uster", erschien im März 2015 eine ausführliche, mit Grafiken und Bildern versehene Abhandlung über 1816 – das Jahr ohne Sommer. Der nachfolgende Text erläutert uns heute die damalige Katastrophe:
"Als im April 1815 der Vulkan Tambora ausbrach, starben in Indonesien 90 000 Menschen in einer der größten Naturkatastrophen dieser Weltgegend. Der Vulkan schleuderte so viel Schwefel in die Atmosphäre, dass ein Jahr später in Zentral- u. Westeuropa sowie im Osten von Nordamerika und Kanada extrem tiefe Sommertemperaturen gemessen wurden: Frost, Nässe und fehlendes Sonnenlicht reduzierten die Ernteerträge; teilweise fielen sie ganz aus. In der auf diese Witterungsextreme folgenden Hungerkrise starben in Europa ebenfalls gegen 90 000 Menschen. Die Schweiz war weitaus am stärksten betroffen, vor allem die Ostschweiz und das Zürcher Oberland."

Die Führer durch die Ausstellung versuchten uns, die damalige Situation anschaulich zu vermitteln, was ihnen mehr oder minder gelungen ist. Jedenfalls wurde man angesichts der Misere im 19.Jh. demütig und sich wieder einmal bewusst, wie gut es uns – ohne unser Dazutun – geht!

Zum Ritterhaus gehört eine große Waffensammlung, eine Sammlung der Ordensbibliothek mit Werken vom 16.Jh. bis heute, eine Erlebniswelt Museum, in der speziell die Kinder eine spielerische Reise in die Vergangenheit machen können, sowie ein Epochen Kräutergarten und "Fenestra" ein Fenstermuseum.

Bevor wir das Ritterhaus wieder verließen, machten wir einen kleinen Rundgang durch das interessante Gebäude, als Anregung für einen späteren Besuch dieser geschichtsträchtigen Stätte.

Gegen drei Uhr brachen wir auf, um uns im Restaurant Löwen, inmitten von Bubikon (ein wunderschön restaurierter Gasthof) an Kuchen und Kaffee zu delektieren. Die schon für das Auge ansprechenden Kuchen fanden reißenden Absatz. Das gemütliche Beisammensein fand um etwa fünf Uhr sein Ende und wir kehrten zufrieden wieder in den Alltag zurück.

Wir danken dem Vorstand für diesen Ausflug und freuen uns schon auf den nächsten Anlass im Kreis der Mitglieder von CONTINUO!

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Sommerausflug u. Schifffahrt auf dem Bodensee Donnerstag, 8. September 2016

22 Personen konnten wir für unseren jährlichen Sommerausflug begeistern, der bei strahlendem Wetter stattfand und uns in die Bodenseeregion führte.

Die kurze Fahrt nach Arbon, unserem Ziel, mit Umsteigen in Weinfelden, verging im Nu und bevor wir im Saurer Museum zur Führung erwartet wurden, begaben wir uns auf einen Rundweg durch das bezaubernde Städtchen Arbon, das wahrscheinlich den meisten Teilnehmern nicht so bekannt sein dürfte wie andere Orte am Bodensee, aber auf jeden Fall ein lohnenswerter Besuch ist! Ursula Mosimann machte uns dabei auf einige wissenswerte Details aufmerksam:

Arbon hat römische Wurzeln und hieß ursprünglich ARBOR FELIX (lateinisch glücklicher Baum). Drittgrößte Stadt im Thurgau.

Das spätrömische Kastell hatte den Ausgrabungen zufolge eine Grundfläche von ca. 10.000 m2 zwischen Südspitze des Hügels Bergli bis zum Seeufer. Die ursprüngliche Wehrmauer war ungefähr 350 m lang. Unter der Martinskirche wurde das Badgelände der Anlage entdeckt, die dortigen Mauern dienten später als Basis für die Kirche.

610 ließen sich irische Mönche aus der Gefolgschaft des Columban von Luxeuil in Arbon nieder. Einer der Gefolgsleute Columbans war der heilige Gallus, der Gründer des Klosters St. Gallen, welcher 627 in Arbon starb. Das Herzogtum Alamannien wurde im 8.Jh. Teil des Frankenreiches. Kirchlich gehörte Arbon seit dem Frühmittelalter zum Bistum Konstanz. 1255 verlieh der Konstanzer Bischof Eberhard von Waldburg der Siedlung Arbon das Markt- u. später das Stadtrecht und versah sie mit Mauern und Graben.

Im 18.Jh. ließ sich die Leinwand- u. Stickindustrie in Arbon nieder. Die Firmenpatrone dieser Zeit wie Jakob von Furtenbach II, Arnold Baruch Heine und andere bauten rund um die Altstadt Villen für eigene Wohnzwecke, beispielsweise das Stadthaus an der Hauptstraße, 1768-69 für die Leinwandherren Alberti umgestaltet; das Rote Haus von 1750 im Stil des Spätrokokos, heute kath. Kirchgemeindehaus; sowie Wohnhäuser für die Arbeiter. 

Besonders die Altstadt, mit ihren mannigfaltig verwinkelten Gassen, hält einiges an mittelalterlicher Geschichte Arbons präsent. Die Gebäude aus den umliegenden Quartieren stammen hauptsächlich aus der Zeit der Industrialisierung.

Das Arboner Schloss mit Schlossturm gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Arbon und ist gleichzeitig ihr Wahrzeichen. Es handelt sich hierbei ursprünglich um eine Burg mit Bergfried. Im Herzen der mittelalterlichen Altstadt liegt der enge von Häusern umgebene Fischmarkt mit einem zentral gelegenen Brunnen. Aus der römischen Zeit sind der Wachturm, der Eckturm des Römerkastells und Teile der alten Stadtmauer erhalten geblieben. Das mittelalterliche Haus zur Freiheit = Römerhof, wurde auf römischen Grundmauern erbaut und 1798 mit Kanonen bestückt, die von Fischingen nach Arbon gebracht wurden. Weiter ist aus der Zeit der Industrialisierung noch das Saurer Denkmal zu erwähnen, zur Erinnerung an die Firmenpatrone Franz, Adolph und Hippolyt Saurer.

Als Beispiele aus Mittelalter und Barock seien die Untertorgasse mit den Fischereifresken an den Rückseiten der Hausfassaden erwähnt. Ferner das ehemalige Rathaus, das mit einer eigenwilligen Architektur ausgestattet ist. Sein Dachstock bildet durch Überhängen eine Art „Krone“. Das Bohlen-ständerhaus an der Schmiedgasse 5, ein rarer Zeuge mittelalterlichen Hausbaus wurde im ausgehenden 15.Jh. errichtet, wobei Teile der Grundmauern aus der Zeit um 1300 stammen.

Aus Jugendstil und Romantik sind vor allem die „Heinesiedlung“ sehenswert, das sind ehemalige Arbeiterhäuser der Stickindustrie, oder der "Schädlerturm", in dem der Legende nach Löwen gehalten wurden.

Die römische Vergangenheit und gleichzeitig die herausragende Lage am See schildert das lokalpatriotische "Arbonerlied" des Komponisten Theodor Zürcher:

Arbon, mein Arbon • Blumenstadt am Bodensee • bist wie ein Märchen • hingezaubert von einer guten Fee • Das haben schon die alten Römer erkannt • darum haben sie dich ja „Arbor Felix“ genannt • und ist bis heut‘ geblieben • Arbon das wir (so) lieben.

Vor unserem Besuch des Saurer Museums, stärkten wir uns noch im Café Wunderbar.

Die Firma Saurer hatte in Arbon den Industriestandort für Lastwagen und Omnibusse. Heute erinnert das Saurer-Oldtimer-Museum an die Saurer Dynastie und zeigt eine Sammlung von Nutzfahrzeugen der Marken "Saurer" und "Berna", sowie Motoren, Schnittmodellen und anderen technischen Erzeugnissen. Das Museum liegt unmittelbar am Bodensee.

Im Museum erwarteten uns die Herren Arnold und Kugler, um uns mit ihrer Begeisterung für die Nutzfahrzeuge, die Saurer einmal weltberühmt machten und die Web- u. Stickmaschinen anzustecken. Dank ihrer Ausführungen übertrug sich die Begeisterung auf die Teilnehmer unserer Gruppe! Den Abwesenden ist einiges entgangen! So interessant hatten wir uns das als Laien nicht vorgestellt!

Im 19.Jh. entwickelte sich die Stadt wirtschaftlich zum Fabrik- u. Arbeiterort. Dies war hauptsächlich auf den Industriepionier Franz Saurer zurückzuführen, der 1863 seinen bestehenden 1853 gegründeten Betrieb von St. Gallen nach Arbon verlegte, den er unter der Bezeichnung „Mechanische Werkstätte Eisengießerei Franz Saurer-Stoffel, Arbon“ eintragen ließ. Ab 1886 baute er Stickmaschinen und Verbrennungsmotoren. Ab 1904 Lastwagen und schließlich Webstühle. Bis 1983 wurden zivile Lastwagen und Busse und bis 1986 militärische Fahrzeuge konstruiert. Heute produziert die Firma ausschließlich Stickmaschinen. In ihrer Blütezeit beschäftigte die Fabrik 5000 Arbeiter. Die Einwohnerzahl Arbons erhöhte sich dadurch von 660 im Jahr 1844 auf über 10.000 zur Jahrhundertwende.

Kurz nach 12 Uhr mussten wir leider diesen interessanten Ort verlassen um uns ins Restaurant Rotes Kreuz zum wohlverdienten Mittagessen begeben. Nach dem gemütlichen Beisammensein in froher Runde, ging es zur Anlegestelle, wo wir auf dem Schiff ZÜRICH unsere Rundfahrt antraten. Über Lindau u. diverse andere Bodenseestädtchen führte uns der Weg nach Rorschach, von wo wir den Heimweg per Zug antraten. 

Ich wage zu behaupten, dass alle Teilnehmer wieder um einiges Wissenswerte reicher zurück in den Alltag gekehrt sind. Dank der umsichtigen Organisation dieses Ausfluges durch Jürg Bruppacher, wird uns dieser Tag in bester Erinnerung bleiben.

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Zur vorgeschriebenen Zeit fanden sich 33 Teilnehmer beim Treffpunkt im Hauptbahnhof ein, um am Ausflug nach Bad Säckingen teilzunehmen. Der Wettergott meinte es gut mit uns, und so stand einem beglückenden Nachmittag in der Stadt Bad Säckingen nichts mehr entgegen. Vorbei an bunten Herbstwäldern, die sich dank der Sonneneinstrahlung in bestem Licht präsentierten, erreichten wir bereits um halb eins Stein-Säckingen. Der Autobus brachte uns dann bis zur Novartis, deren Domizil direkt am Rheinufer liegt.
Von dort ging es über die geschichtsträchtige Holzbrücke hinüber nach Deutschland, in das beschauliche Städtchen Säckingen, welches seit wenigen Jahrzehnten den Namen Bad Säckingen führen darf. Vor unserem Treffpunkt mit der Stadtführerin, Melanie Bächle, die sich gleichzeitig Trompeterin (seit 2008) nennen darf, stärkten wir uns noch in den diversen Cafés in der Innenstadt.
Frau Bächle, eine Frohnatur aus dem Ort, erwartete uns vor dem Fridolinsmünster, zünftig gekleidet, mit der berühmten Melodie aus dem "Trompeter von Säckingen", dem ersten Höhepunkt ihrer Führung! Sie führte uns zuerst um das Münster herum, um uns in kurzen Zügen, die Geschichte des Städtchens nahezubringen, insbesondere aber die Geschichte, der Bad Säckingen seine Berühmtheit verdankt.
Das Münster ist das Wahrzeichen der Stadt und dem hl. Fridolin von Säckingen geweiht, der womöglich aus dieser Gegend stammt und verschiedene Klöster gründete. Es war die Stiftskirche des Damenstiftes Säckingen und ist heute die Hauptkirche der katholischen Gemeinde Bad Säckingen.
Im romanischen Stil erbaut, im 14.Jh. nach einem Brand im gotischen Stil wieder errichtet und im 17.-18.Jh. mit Elementen des Barockstils erneuert. Die Gebeine des hl. Fridolin werden heute in der Fridolinskapelle, in einem reich verzierten Silberschrein (350 kg) aufbewahrt. Überregionale Bedeutung genießt die am Sonntag nach dem 6. März stattfindende Prozession, in welcher der Todestag des Heiligen gefeiert wird.
Nach den Eindrücken in und um das Fridolinsmünster, ging es weiter zu einem Platz, der von einem Brunnen mit einer schwarzen Katze beherrscht wird. Es handelt sich bei dieser Katze nicht um irgendeine Katze, sondern um den berühmten Kater Hiddigeigei! In Ungarn geboren, über Paris nach Säckingen gekommen, ist der Kater Hiddigeigei Scheffels Sprachrohr und übermittelt des Dichters Zeitanschauung und Skepsis. Hiddigeigei ist grünäugig, mit schwarzem Samtfell, mächtigem Schweif und einem "zuweilen hochmütigen Dulderantlitz". Auch Hiddigeigei will ein Dichter sein und die anderen übertreffen. Von der Höhe des Turmes blickt er auf das "Treiben der Parteien". Sein Glauben an das Gute ist zerbrochen; aus enttäuschter Liebe "lernt er die Welt zu verachten". Der arme Kater fürchtet sich vor dem Alter und beschreibt den Niedergang der Menschen und der Dichtung.
Vor dem Übergang an der Holzbrücke, wurden wir von der Tourismusbehörde zu einem Gläschen Sekt eingeladen. So konnte man schon mal die ersten Eindrücke verarbeiten, bevor es, mit unserer liebenswürdigen Führerin, Frau Bächle, auf die Weiterreise zu den nächsten Sehenswürdigkeiten ging, die sie immer wieder mit musikalischen Einlagen umrahmte. In der Mitte der Holzbrücke, über welche bis in die neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts jeglicher Verkehr durch die Stadt führte, machte sie uns mit der Umgebung des Ortes bekannt. Sie liegt am Eingang des Hotzenwaldes. Der Rhein bildet die Grenze zur Schweiz. Bei der Brücke mit ihren 203,7 Metern handelt es sich um die längste gedeckte Holzbrücke Europas!
Von dort führte uns der Weg zum Schloss Schönau. Es wurde bereits 1600-1680 von Hans Kaspar von Schönau errichtet und blieb trotz zahlreicher Umbauten in späteren Jahren im Wesentlichen erhalten. 1928 von der Stadt erworben, birgt es heute das Hochrheinmuseum, in welchem die Geschichte Säckingens und der Region Hochrhein dargestellt wird. Weiters ist ein Trompetenmuseum im Schloss untergebracht. Zudem wird das Schloss für Empfänge und andere repräsentative Veranstaltungen genutzt. Der Name "Trompeterschlösschen" erinnert an die Hochzeit zwischen dem bürgerlichen Franz Werner Kirchhofer und Maria Ursula von Schönau im 17. Jahrhundert.
Für die breite Öffentlichkeit wurde Säckingen zum Begriff durch das 1854 erschienene Erstlingswerk "Der Trompeter von Säckingen" von Joseph Victor von Scheffel. Zeitweise war das Buch eines der meistgelesenen Bücher Deutschlands. Als Inspiration für dieses "epische Gedicht" diente Scheffel die obenerwähnte reale Begebenheit: die Hochzeit zwischen einem Bürgerlichen und einer Frau des Adels. Während bei Scheffel das Paar vorerst nicht heiraten durfte, der Trompeter daraufhin nach Rom auswanderte und erst seine Adelung durch den Papst die Heirat doch noch ermöglichte, setzte sich das echte Paar über den Wiederstand der Familie von Schönau hinweg. Der Mann wurde erfolgreicher Handelskaufmann, Ratsherr und Schulmeister. Er leitete den Knabenchor des St. Fridolinsmünster und war zweifellos musikalisch, "Trompeter" war er jedoch nicht.
Basierend auf Scheffels Buch, komponierte V.E. Nessler eine gleichnamige Oper, die 1884 in Leipzig uraufgeführt wurde. Aus der Oper ist heute nur noch die Arie "Behüt‘ dich Gott, es wär so schön gewesen" bekannt.
Die Stadt Säckingen entstand im Umfeld des gleichnamigen Klosters, dessen Gründung dem Hl. Fridolin zugeschrieben wird. Als im Jahr 1272 ein Brand große Teile der Stadt zerstörte (darunter auch die Stiftskirche) wurde um 1300 mit dem Bau des gotischen Münsters begonnen, das den Namen "Fridolinsmünster" trägt. 1796 Besetzung der Stadt durch französische Truppen im franz. Revolutionskrieg. 1805 kommt die Stadt zum Herzogtum Baden. 1806 Auflösung des Damenstiftes.
Mit einem musikalischen Ständchen entließ uns Frau Bächle und wir strebten dem Restaurant "Fuchshöhle" entgegen, ein kleines Gourmetrestaurant im Herzen von Säckingen, in einem historischen Haus mit Fassadenmalerei. Dort erwarteten uns ein üppig bestückter Vesperteller mit hausgemachten Spezialitäten und ein guter Tropfen aus der Gegend. Bei angeregten Gesprächen verging die Zeit im Nu und um 17.15 Uhr führte uns der Bus auf Schweizer Seite zurück zum Bahnhof Stein-Säckingen. Ein letzter Blick auf Bad Säckingen und die bunte herbstliche Natur und wir kehrten wieder in den hektischen Alltag in Zürich zurück.
Es war ein schöner Ausflug und wir danken Ursula Mosimann und ihrem Team dafür, dass sie uns dieses geschichtsträchtige Städtchen, so nahe an Zürich gelegen, zeigte.

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Die traditionelle jährliche Schifffahrt auf dem Ägerisee konnte 31 Mitglieder und Gäste zur Teilnahme bewegen. Wir fuhren mit dem Zug nach Zug und von dort mit dem Bus nach Unterägeri und wir begaben uns direkt zum Schiffssteg.
Die Rundfahrt ging zuerst an der sehr stark überbauten Seite (Zug als Steuerparadies lässt grüssen!), vorbei am 1906-08 errichteten Schlachtdenkmal von Morgarten (zur Zeit eingerüstet/ev. wegen 700-Jahr Feier Festspiel), Naas, hinüber auf die landschaftlich unberührtere Seite des Sees zurück nach Unterägeri.
Im Seminarhotel beim See erwartete uns ein "Zvieriplättli", welches ziemlich "bescheiden" ausfiel. Nachdem Barbara Berger dem Gerant erklärte, dass wir für den vereinbarten Preis etwas mehr erwartet hätten, reichte man uns ein Supplement, was zur allgemeinen Zufriedenheit beitrug.
Es wurden Gedanken ausgetauscht und bei angeregter Stimmung brachen wir gegen 5 Uhr auf, um per Bus und Bahn wieder nach Zürich zurückzukehren.
Dem Buch FELIX HELVETIA habe ich folgende Zeilen über die Gegend um den Ägerisee entnommen:
".. Zum Schluss habe ich mir den Ägerisee am Weg von Zug nach dem Sattel aufgespart, der als «umgeben von einem Blumengarten» bezeichnet wird. Die Römer nannten den lieblichen Voralpensee <Aqua Regiae>. In dieser Gegend hatte die junge Eidgenossenschaft am 15. November 1315 ihren ersten blutigen Kampf zu bestehen. Das alljährlich stattfindende "Historische Morgartenschiessen" erinnert die Nachfahren an den Befreiungskampf".
Wir danken Jürg Bruppacher für die vorzügliche Vorbereitung dieses Ausfluges.

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Pünktlich um 8 Uhr am 11. Juni setzte sich der Autobus mit den 33 Teilnehmern an dieser Reise in die Westschweiz in Bewegung. Die Fahrt verlief reibungslos und die Sicht auf die Weiden mit den Rössern der Freiberge bestätigte uns deren Ruhm. Wir erreichten pünktlich unseren ersten Halt in St. UrsanneDas malerische Städtchen verdankt seine Entstehung der klösterlichen Niederlassung, die aus der Einsiedelei des irischen Mönches Ursicinus erwuchs. Die Anordnung der Häuser zeigt deutlich den Verlauf der einstigen Stadtmauern, ebenso die Trennung zwischen konzentrisch angelegter Kirchenstadt des 12.Jh. und dem gradlinigen Straßennetz der Krämer- und Handwerkerstadt, die nach dem Brand von 1403 östlich davon entstand. Die 3 Stadttore wurden im 16. Und 17. Jh. neuerbaut. Die im Unterbau noch mittelalterliche Porte St. Pierre am Osteingang des Städtchens besitzt ein pavillonartiges Dach mit Glockentürmchen (1552 und 1665). Als Pendant im Westen die 1664 gänzlich neuerbaute Porte St. Paul. Den südl. Stadteingang bildet die Porte St. Jean, zugleich Brückenkopf der 1728 in altertümlich schweren Formen errichteten Doubsbrücke (Nepomukstatue 1. Hälfte 18.Jh.).
Die Stiftskirche ist eine romanische Pfeilerbasilika ohne Querhaus. Unter dem Chor des 12.Jh. liegt die Heiligenkrypta, wo sich einst die Gebeine des Hl. Ursicinus befanden. Für das Langhaus waren trotz der späten Entstehungszeit (13.-14.Jh.) noch die romanischen Kirchen des Burgunds und der Franche-Comté vorbildlich. Frontturm 1442 neuerbaut. Das Südportal lehnt sich in Komposition und Stil an die sog. Galluspforte des Basler Münsters an. Im Tympanon erscheint Christus, umgeben von Petrus und Paulus, 7 Engeln und einer Stifterfigur. In den seitlichen Nischen thronen Maria mit dem Kind und der Hl. Ursicinus.
Nach einem Rundgang durch den Ort, teilweise mit Halt in einer Bäckerei, bei Kaffee und Gipfeli, fuhren wir weiter zum Mittagshalt im Dorf Courgenay, fünf Kilometer von Pruntrut entfernt, in der ganzen Schweiz bekannt durch des Lautensängers und Dichters Hanns in der Gand berühmt gewordenen Lied von der "Petite Gilberte", dem Wirtstöchterchen von Courgenay.
Nach dem schmackhaften Mittagessen an diesem geschichtsträchtigen Ort ging es weiter nach Pruntrut. 2 Stadtführer brachten uns ihre Stadt näher.
Pruntrut ist der Hauptort der Ajoie. Es kam 1271 an den Bischof von Basel. Trotz einer von Rudolf von Habsburg 1283 verliehenen Handfeste gerät Pruntrut immer mehr in kirchliche Abhängigkeit. Nach der Reformation wird das Schloss Residenz der Basler Fürstbischöfe (bis 1792). Ältester Teil ist die Tour Réfous (Refugium) aus dem frühen 13.Jh. Östlich davon ließ der Basler Fürstbischof Chr. Blaher Ende 16.Jh. die Résidence, die Chancellerie und die Tour du Coq (mit dem Hahnenschild des Bischofs) erbauen. Dekorative Bauplastiken aus der Bauzeit finden sich nur an den Portalen: die stuckierten Fensterbekrönungen gehören dem Régencestil an (18.Jh.). Hôtel de Ville: 1761-63 von Pierre-Fr. Paris erbaut. Das Äußere gegen die Rue du Marché vereinigt die zurückhaltende Formensprache französischer Architektur (Fassade) mit den beschwingten Extras des süddeutschen Barocks (Glockentürmchen). Gleiches gilt vom Hôtel-Dieu (ehemals Hôpital) neben dem Rathaus, das derselbe Architekt 1761-65 über dem Grundriss eines doppelten Hufeisens errichtete. Heute Museum mit einer bescheidenen lokalhistorischen und pharmazeutischen Sammlung.
Ebenfalls von Paris stammt das Hôtel des Halles, ein französisch ausgerichtete Spätbarockbau aus den Jahren 1766-69. Das Gebäude diente ursprünglich als Kaufhaus und Absteige der bischöflichen Gäste. Hôtel de Gléresse (Archiv) von einem unbekannten Architekten für den Baron von Ligerz erbaut. Die Fassadengliederung durch gebänderte Lisenen und flache Gesimse ist dem Hôtel de Ville verwandt. Das Gebäude enthält eine Bibliothek mit einer bedeutenden Sammlung von Büchern und Manuskripten.
Der von Laurent Perroud 1564 geschaffene Samariterbrunnen (La Samaritaine) beim Hôpital hat den gleichnamigen in Fribourg zum Vorbild. Schweizerbrunnen (Le Banneret) von 1518, rue des Malvoisins. Auf dem Stock neben dem Bannerträger ein Eber, das Wappentier Pruntruts.
Von Pruntrut bis zur französischen Grenze sind es nur rund 15 Kilometer und bis Belfort, der ersten französischen Stadt, nochmals 22 Kilometer. Dieser ganze Landesteil ragt nach Frankreich hinein und war ein neuralgischer Punkt während der beiden Mobilisation der schweiz. Armee.
Nach den vielen Eindrücken in Pruntrut stärkten sich die meisten noch, bevor es wieder hieß, auf in den Bus und zurück nach Zürich.
Es war ein schöner Ausflug und wir danken Ursula Mosimann und ihrem Team für die Zusammenstellung dieser Reise. Wir haben wieder einiges gelernt, insbesondere über einen Landstrich, der uns allen etwas weniger bekannt sein dürfte.
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Eine Gruppe von 23 Personen traf sich bei strahlendem Wetter im Hauptbahnhof Zürich, um gemeinsam die Reise nach Rorschach anzutreten. Rege Gespräche begleiteten uns und wir erreichten, nachdem wir in St. Gallen umgestiegen sind, pünktlich Rorschach.

Nach kurzem Weg in Richtung See erblickt man bereits das 2013 durch die Architekten Gigon – Gujer, erstellte Gebäude. Zusammen mit einem frei zugänglichen Skulpturenpark schmiegt es sich in die wunderschöne Bodenseelandschaft ein und ermuntert zu einem mehrmaligen Aufenthalt in dieser "Kulturoase"! Das Rorschachhaus, ein weiteres Zentrum für die grosse Sammlung von Reinhold Würth (Schraubenhersteller aus Künzelsau) ist wahrscheinlich einer der schönsten Stationen auf diesem Gebiet. Nicht nur der Ort ist attraktiv, sondern auch der freie Eintritt zu den Wechselausstellungen und dem Skulpturenpark sind einladend.

Unsere Gruppe begab sich vorerst in das Kunstcafé, um sich nach der Bahnfahrt zu stärken und uns auf die zu erwartende Führung einzustimmen.

Um 15 Uhr holte uns dann unsere kompetente Führerin ab, um uns nicht nur das Gebäude, sondern auch die beiden Sonderausstellungen

"Waldeslust"

Waldeslust! An Aussagekraft und damit verbundener Deutungsvielfalt kann den Wald so leicht kein Sujet der Kunstgeschichte überbieten. Als beliebter Schauplatz von Märchen war er bereits in unserer Kindheit ein unverzichtbarer Projektionsraum. Die fantastischen Vorstellungen malender, schreibender und komponierender Romantiker begleiten auch den Menschen des 21. Jahrhundert vielfach noch und haben sich in seinem Fühlen und Denken eingenistet. Gilt uns ein Waldspaziergang nicht immer noch als besinnliche Feiertagsentspannung?

Mit rund 80 signifikanten Werken aus der Sammlung Würth, von Ernst Ludwig Kirchner bis Robert Longo, lädt die Ausstellung zum Spaziergang durch die sich immer wieder wandelnden künstlerischen Positionen zum Mythus Wald ein.

und

"Boterosutra"

Thematisch lässt sich der kolumbianische Künstler Fernando Botero vom Inbegriff des Lehrwerkes der Erotik, dem indischen Kamasutra, inspirieren, was im Übrigen der Werktitel nicht ohne Humor bereits verrät! Dass ein Künstler wie er, der schon immer ein überaus hohes Mass an Physischem in seine Werke legte, ein solch erotisches Thema aufgreift, wundert nicht. Und es passt perfekt zum Hauptthema seiner Kunst, Körperlichkeit und Sinnlichkeit in malerischer wie plastischer Gestalt darzustellen.

anhand einzelner herausgegriffener Werke näher zu bringen.

Nach dem Stöbern im umfangreichen Museumsshop zerstreuten sich die Teilnehmer an diesem schönen Ort, die einen verlangte es nach einem Spaziergang am See, die anderen gingen gleich zum Zug und wiederum andere genossen den schönen Abend bei einem Eis oder sonst angebotener Leckereien an den Ufern des Bodensees.

Wir danken dem Vorstand für diesen Ausflug und freuen uns schon auf den nächsten Anlass im Kreis der Mitglieder von CONTINUO!

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60 Personen sind unserer Einladung gefolgt und fanden sich im Kirchgemeindehaus Oberstrass ein, um gemeinsam einen besinnlichen 1. Advent zu feiern.
Der Aperitif, der nun schon zur Tradition geworden ist, wurde für angeregte Gespräche genützt und man konnte sich wieder einmal mit diesem und jenem unterhalten.
Die festlich geschmückten Tische und das Kerzenlicht trugen zur vorweihnachtlichen Stimmung bei. Wie immer verging die Zeit im Nu. Das gut zubereitete Essen von Frau Baumgartner, erhielt allgemein viel Lob, was für den Vorstand sehr erfreulich ist, denn wir mussten sozusagen ins kalte Wasser springen, da uns Frau Baumgartner, bzw. ihre Kochkünste unbekannt waren.
Als besondere Attraktion konnte der Vorstand LILI PASTIS PASSEPARTOUT gewinnen. Der Name allein sagt nicht viel aus über die Personen, die dahinter stehen, noch über das tolle Programm das sie den Anwesenden bieten würden! Frau Cornelia Montani am Akkordeon riss ihre beiden Mitstreiter, Daniel Schneider (Klarinette u. Saxophon) und Christoph Elsässer (Kontrabass) mit ihrem Temperament und ihrer Virtuosität mit und das Dargebotene – verschiedene Geschichten zu di-versen Themen – kamen beim Publikum sehr gut an. Es war eine erheiternde Stunde, im speziellen die Geschichten von Willi, seiner Mutter und Frau!
Dem musikalischen Genuss folgte endlich Kaffee und Kuchen! Das Dessertbuffet war wieder reichlich bestückt worden von zahlreichen Mitgliedern, denen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. Wie gut die mitgebrachten Leckereien waren zeigte sich darin, dass innert kürzester Zeit das Buffet restlos geplündert wurde!
Nach so einem guten Mittagessen und der grossartigen Darbietung durch Lili Pastis Passepartout ging man beschwingt in den Alltag zurück. Die Präsidentin wünschte allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2015!


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Schifffahrt auf dem Walensee – Donnerstag, 14. August 2014
Eine Schifffahrt die ist lustig, eine Schifffahrt die ist schön! …  Der alt-bekannte Text dieses Seemannsliedes sollte sich gestern bewahrheiten. 25 Teilnehmer entschieden sich dafür, den Walensee einmal vom Schiff aus zu bereisen und nicht, wie meistens, entlang des Sees zu den unterschied-lichsten Destinationen im Bündnerland vorbei zu brausen.
Man traf sich um 12.30 Uhr am Hauptbahnhof, um nach Ziegelbrücke, und von dort aus mit dem Bus weiter zu fahren nach Weesen. Dort hält der Bus unmittelbar in der Nähe der Anlegestelle der Schiffe. Um 14 Uhr begann die Schifffahrt bis Walenstadt. Petrus war uns äußerst wohlgesonnen und so konnten wir bei strahlendem Sonnenschein die herrliche Umgebung bewundern.
Aus dem Buch "FELIX HELVETIA" einen kurzen Ausschnitt zu dieser Gegend:
Naturfreunde befahren an schönen Sommertagen in Ruder- u. Paddelbooten den blaugrünen Walensee. Mannigfaltige Naturbilder zeigen sich ihren Blicken. Einen lieblichen Anblick bietet die Umgebung von Weesen. Klar und rein verlässt hier die Linth den See. In der windgeschützten Umgebung des Städtchens reifen Trauben und edle Kastanien. Fast senkrecht fallen längs des Nordufers die kahlen Wände des Leistkamms und der Churfirsten zum See ab. An einer vor den rauen Nordwinden geschützten Stelle liegt Betlis. Oberhalb des Weilers bricht der Baierbach als starke Quelle aus dem Felsen hervor und bildet sofort einen schönen Wasserfall. Auf einem zweiten grünen Wiesengelände liegen die Häuser von Quinten. Zu Lande sind sie nur mit Mühe erreichbar; daher ist der See die Straße ihrer Bewohner. Auch die Toten werden zu Schiff nach ihrer letzten Ruhestädte gebracht.
Auf der Südseite des Sees erheben sich ebenfalls hohe Berge. Schroffe Felsen fallen auch da stellenweise in den See. Die kleinen Landzungen, welche sich an der Mündung einiger Bäche gebildet haben, sind durch deren Geschiebe entstanden. Auf Glarner Boden ergießen sich der Filzbach, der Meerenbach und der Rötibach in den See. Kühn überragt der wilde Mürtschenstock die grünen Vorberge. Lieblich umgeben grüne Wiesen die Kurorte Filzbach und Obstalden. Von Mühlenhorn und Tiefenwinkel an sind die Ufer etwas sanfter. Seeaufwärts folgen die sankt-gallischen Uferorte Murg, Unterterzen und Mols.
"Vom Bodensee zum Walensee und weiter bis zum Eingang nach Graubünden hat die lateinische Rasse den Orten, aus denen sie hat weichen müssen, ihren Namen gelassen, den Häusern und Kirchen ihre Formen; ihr Blut in den Adern der Menschen. Dieses alte Bindeglied zwischen Alemannien und Rätien hieß im Mittelalter Nieder-Rätien. Walensee und Walenstadt bedeuten See und Stadt der <Welschen>, die Dörfer Quinten, Quarten, Unter- und Oberterzen am Walensee sind Muster aus lateinischer Zeit."
Um 15.30 Uhr legte unser Schiff in Walenstadt an. Dort erwartete uns bereits eine schön gedeckte lange Tafel im "Seehof" zum Zvieri. Nach den vielen anregenden Gesprächen im Zug und auf dem Schiff wurde es etwas ruhiger und die Gesellschaft genoss die kalten Speisen, die wir dank des guten Wetters im Freien einnehmen konnten.
Kurz nach 17 Uhr hieß es diesen Ort zu verlassen. Infolge der Seefestspiele Walenstadt fuhr der öffentliche Bus nicht am "Seehof" vorbei, sodass sich der Hoteldirektor erbot uns mit seinem Kombi zum Bahnhof zu bringen. Einige nahmen den Weg unter die Füße und so konnten wir alle den Zug um 17.45 Uhr in Richtung Zürich erreichen.
Es war ein schöner Nachmittag, die Stimmung war gut und im Kreis der ehemaligen Kolleginnen/Kollegen konnte man wieder einmal herzlich lachen über diverse Ereignisse im Chor.
Wir danken Jürg für die gute Vorbereitung dieses Ausfluges und freuen uns bereits jetzt auf ein erneutes Zusammentreffen!


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Sommerausflug nach Obwalden 18.6.2014

Pünktlich um 8 Uhr setzte sich der Autobus mit den 25 Teilnehmern an dieser Reise in die Innerschweiz in Bewegung. Die Fahrt verlief reibungslos und wir erreichten pünktlich Sachseln.
Bevor wir zur Führung ins Bruder Klaus Museum gingen, bewunderten wir im Ökonomiegebäude desselben die Holzminiaturen von Christian Sigrist (1906-1987). Der Schöpfer der Miniaturen, genannt "Sagä-Chrischti" lebte in Sachseln. Nach seinem Rückzug aus dem Erwerbsleben mietete er ein kleines Bauernhaus auf Arben ob Sarnen. Hier in der Stille und Abgeschiedenheit enstanden seine Miniaturmodelle. Diese Miniaturen sind in Holz geschnitzte Protokolle und Chroniken einer Welt, die geschlossen in sich selber ruhte. Die Vernetzung von Handwerk und Landwirtschaft im Dorfgefüge der ersten Hälfte des 20. Jh. wird einsichtig.
Um 10 Uhr begaben wir uns ins an der Dorfstrasse stehende Peter Ignaz von Flüe-Haus, erbaut 1784, welches heute das Museum und Archiv Bruder Klaus von Flüe beherbergt. Dort erwartete uns bereits eine kompetente Führerin, welche uns mit der Geschichte um den Obwaldner Heiligen (Heiligsprechung 1947 durch Pius XII – einziger Schweizer Heiliger!) Bruder Klaus (Nikolaus von Flüe)vertraut machte. Das Museum besitzt wertvolle Schriften, Bilder und Skulpturen, die das Leben dieses frommen Mannes, der nach vielen Jahren einer glücklichen Ehe mit Dorothea Wyss, der 10 Kinder entsprangen, sich von der Welt zurückzog und in Flüeli Ranft als Eremit noch zwanzig Jahre seines Lebens in Gebet und Meditation zubrachte. Das Beeindruckende an dieser Persönlichkeit ist, dass sie heute noch viele Leute in ihren Bann zieht und welche aus aller Welt in Wallfahrten nach Obwalden kommen, mit den unterschiedlichsten Anliegen an Bruder Klaus, vor allem aber mit der Bitte um Frieden für die Welt.
Am Ende einer von Herrenhäusern gesäumten grossangelegten Pilgerstrasse  steht die katholische Pfarrkirche St. Theodul, im Zug der gesteigerten Bedeutung der Bruder-Klausen-Wallfahrt neuerbaut 1672-84 von Hans Winden. Die Kirche – ein frühes Beispiel barocker Architektur in der deutschen Schweiz – sticht vor allem durch ihr Inneres hervor, das vom Kontrast der in schwarzem Marmor gehaltenen tragenden Bauteile zu den weissen Mauerflächen bestimmt ist. In dem an den roman. Turm angebauten Beinhaus die alte Platte (1518) vom urspr. Grab des Bruder Klaus, der heute unter dem Altar der Hauptkirche ruht.
Von dort ging es hinauf nach Flüeli-Ranft, ins denkmalgeschützte Jugendstil-Hotel Paxmontana ("Bergfrieden"), wo uns in einer grossen Veranda an schön gedeckten Tischen bereits das Mittagessen erwartete.
Dieses Hotel wurde 1896 ursprünglich als moderner Flachbau erstellt, erhielt aber zu Beginn des 20. Jh. seine charakteristischen, vom Heimatstil geprägten Türme. Seit 1999 wurde das Hotel etappenweise saniert, dabei wurden zahlreiche historische Parkett- und Terrazzoböden, Stuckdecken und Deckenmalereien renoviert oder wieder freigelegt.
Zu Beginn diente das Hotel in erster Linie der Beherbergung von Kurgästen, abgelöst von Pilgern, die den Wirkungsort von Niklaus von Flüe besuchten. Seit den Umbauarbeiten und Erweiterungen der vergangenen Jahre zieht es wieder vermehrt Touristen an. Drei-Sterne-Hotel im mittleren Preissegment.
Bei angeregten Gesprächen verging die Zeit im Nu und man brach auf, die einen um zur einstigen Eremitenklause von Bruder Klaus hinabzusteigen, die anderen erkundeten den Ort, in dem man sowohl das Geburts- als auch das Wohnhaus des Heiligen besichtigen kann. Es handelt sich hierbei um einen alten Typus des innerschweizer Bauernhauses.
Nach der Mittagsrast ging es zurück nach Sachseln, wo uns bereits frau Marion Meier erwartete. Sie gab uns Einblick in das Schaffen des Amt für Hochbauschutz OW, wie man speziell die Bäche zu befrieden, insbesondere nach dem verheerenden Hochwasser 2005, wo Sachseln in den Fluten des Dorfbaches versank. Es waren Gott sei Dank keine Toten zu beklagen, aber die Verheerung des Dorfes war gewaltig und ein rascher Aufbau des Dorfes, sowie die Umleitung des Dorfbaches war dringend nötig. Die Amtsmühlen legten einen schnelleren Gang ein und so konnte bereits in den folgenden Jahren mit einer Umleitung des Baches und Wiederaufbau des Ortes präsentieren. Wir fuhren dann auch noch zu den Befriedungen der anderen zwei Bäche, welche zusammen mit dem Hauptbach diese verheerenden Verwüstungen anrichteten. An Ort und Stelle erhielt man einen Einblick auf die vielfältige Arbeit, die vom Amt für Hochbauschutz bewältigt werden muss, um inskünftig derartige Naturkatastrophen vermeiden zu können.
Gegen fünf Uhr ging es dann wieder heimwärts, nachdem sich der Himmel verdunkelte und die ersten Regentropfen fielen. Bis zur Stadt Zürich verlief der Verkehr reibungslos, aber durch die Stadt brauchten wir dann fast so lange wie die Reise von Obwalden-Zürich!
Es war ein schöner Ausflug und wir danken Ursula Mosimann und ihrem Team für die Zusammenstellung dieser Reise. Wir haben wieder einiges gelernt, sei es im Spirituellen, sei es im technischen Bereich!


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Adventsfeier 30.11.2013

74 Personen sind unserer Einladung gefolgt und fanden sich im Kirchgemeindehaus Oberstrass ein,  um gemeinsam  einen  besinnlichen 1. Advent zu feiern.
Beim traditionellen Aperitif wurden bereits in angeregter Stimmung Gedanken ausgetauscht.
Die festlich geschmückten Tische und das Kerzenlicht trugen zur vorweihnachtlichen Stimmung bei. Wie immer verging die Zeit im Nu. Das gut zubereitete Essen von Frau Zurbuchen, die für uns das 1. Mal kochte, wurde allseits gelobt und wir freuen uns, in Frau Zurbuchen eine würdige Nachfolgerin von Frau Näpfer, die uns Jahrzehnte betreute, gefunden zu haben.
Die Attraktion dieses Nachmittags war das DUO CALVA. Daniel Schärer und Alain Schudel, zwei hervorragende Cellisten, führten uns vor Augen, wie die Zauberflöte von Mozart in Kurzform und mit entsprechenden Einlagen, dem Publikum nahegebracht werden kann. Oskar Leutwyler unterstützte sie dabei tatkräftig und trug zum Gelingen dieser Nummer bei. Es war ein Genuss diesen beiden Künstlern zuzuhören und zuzusehen!
Dem musikalischen Genuss folgte endlich Kaffee und Kuchen! Das Dessertbuffet war wieder reichlich bestückt worden von zahlreichen Mitgliedern, denen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. Wie gut die mitgebrachten Leckereien waren zeigte sich darin, dass innert kürzester Zeit das Buffet restlos geplündert wurde!  
Nicht nur, dass Ursula Mosimann die Einladungen so kunstvoll gestaltet, nein auch kulinarisch trägt sie zum Gelingen des Anlasses bei. Dieses Mal waren es Kekse in Form von Glocken, der Einladungskarte angepasst! Dafür gebührt ihr ein besonderer Dank.
Bevor die Teilnehmer in alle Winde zerstoben, sangen wir diesmal wieder ein Weihnachtslied, um uns auf die kommende "stille Zeit" einzustimmen.
Es war ein schöner Nachmittag. Zum Abschluss wünschte die Präsidentin allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2014!


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Stadtbesichtigung Rheinfelden - 26. Oktober 2013

Bei strahlendem fast sommerlichem Wetter trafen sich am frühen Nachmittag 20 Teilnehmer in Rheinfelden am Bahnhof, wo sie bereits von Familie Zöbeli erwartet wurden. Urs Zöbeli hatte sich anerboten uns seinen Heimatort Rheinfelden näher zu bringen und begann bereits beim Ortseingang mit seinen Ausführungen.

Die Gegend um Rheinfelden war bereits während der Mittelsteinzeit vor etwa 10.000 Jahren besiedelt. Die erste urkundliche Erwähnung von "Rifelt" erfolgte im Jahr 851. Der Ortsname stammt vom althochdeutschen (ze) Rhinfelden und bedeutet "bei den Feldernam Rhein".

In der 2. Hälfte des 10. Jh. ließ sich eine Adelsfamilie nieder, die sich später Grafen von Rheinfelden nannten. Der letzte der Linie war Rudolf von Rheinfelden, Herzog von Schwaben und von 1077 bis 1080 Gegenkönig des römisch-deutschen Reiches. Nach dessen gewaltsamen Tod ging der Besitz an die Zähringer über. Konrad I. verlieh Rheinfelden das Stadtrecht, womit Rheinfelden die älteste Zähringerstadt auf schweiz. Boden und die älteste des Aargaues ist. Um 1150 ließ Konrad die 1. Rheinbrücke zwischen Konstanz und Straßburg bauen. 1225 erhielt Rheinfelden den Status einer Freien Reichsstadt.

1330 gelangte Rh. durch Verpfändung in habsburgischen Besitz (ein Teil Vorderösterreichs). Im Jahr 1445 als die Habsburger in den alten Zürichkrieg verwickelt waren zerstörten Aufständische die Burg auf dem Inseli, worauf sich die Stadt mit Basel verbündete. 1449 musste sich Rh. wieder der österr. Herrschaft unterwerfen. Zwischen 1633 und 1638 erfasste der 30-jährige Krieg das Fricktal, dabei spielte Rh. eine wichtige Rolle. Die Schweden und Franzosen verwüsteten die Stadt. Am 28. Februar 1638 kam es erstmals zur Schlacht bei Rh., als die kaiserlich-bayerischen Truppen angriffen. Die Protestanten verloren diese Begegnung und zogen ab.

Seit dem 19. März 1803 ist Rh. die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirkes im Kanton Aargau. Durch den Reichsdeputationshauptschluss verlor die Stadt endgültig ihre rechtsrheinischen Gebiete an das Großherzogtum Baden. Mit Entdeckung reicher Salzvorkommen begann 1844 der wirtschaftliche Aufschwung. Fast gleichzeitig mit der Salzausbeutung begann 1846 auch die Verwendung der Sole zu Heilzwecken. Rh. entwickelte sich zu einem internationalen Badekurort. In den 1950 Jahren erlebte der Kurort einen neuen Aufschwung durch die Errichtung eines Kurzentrums, sowie mit dem Ausbau der Kliniken und Hotelanlagen.

Die historische Altstadt ist halbkreisförmig und liegt am Ufer des Rheins, zwischen dem Inseli im Westen und der Mündung des Magdenerbachs im Osten. Der Bach bildet einen natürlichen Stadtgraben. Während der westliche Teil der Stadtmauer heute nicht mehr existiert, sind der östliche und der südliche Teil noch vollständig erhalten, mitsamt Wehrgang und Türmen.

Der Messerturm, mit charakteristischer Spitzhaube bildet den nordöstlichen Abschluss der Stadtmauer zum Rhein hin. Der Name stammt von den Messern, die einst in der Folterkammer zum Einsatz kamen. Der Storchennestturm, früher "Kupferturm" ist das östliche Stadttor, mit zwei Durchgängen (für Pferdefuhrwerke und Fußgänger).

Unter dem Obertorturm befindet sich das südliche Stadttor. Während der Unterbau aus dem Mittelalter stammt, entstand der Oberbau mit dem Glockenturm im 17. Jh. Die Turmuhr geht seit Jahrhunderten 7 Minuten vor. Früher wurde das Tor abends um 5 Uhr geschlossen. Die Turmuhr schlug zu früh, damit die Bauern draußen auf den Feldern genügend Zeit hatten, in die Stadt zurückzukehren.

Das Hermannstor im Südwesten und das Rheintor im Nordwesten wurden von den französischen Truppen zerstört.

Hauptachse der Altstadt ist die von der Brücke zum Storchennestturm verlaufende Marktgasse. An deren Nordseite steht das Rathaus, das nach dem Brand im Jahr 1531 im Barockstil neu aufgebaut wurde. Der Rathausturm war vermutlich Teil der 1. Stadtbefestigung. Im Innenhof des Rathauses steht der Zähringertisch, auf dem die Wappen aller Zähringerstädte zu sehen sind. Der Saal ist mit den Porträts zahlreicher österreichischer Herrscher geschmückt.

Am östlichen Ende der Marktgasse liegt der Albrechtsplatz mit dem Albrechts-Brunnen in der Mitte. Die Brunnenfigur, ein Bannerträger, soll Herzog Albrecht VI. darstellen.

Die St. Martinskirche im westlichen Teil der Altstadt wurde erstmals 1146 erwähnt. Die dreischiffige Basilika von 1407 ist von der Bettelordenarchitektur beeinflusst. Wesentliche Veränderungen kamen 1669 (Choreinwölbung) und auch 1769-71 (durchgreifende Barockisierung im Innern) dazu. Die Rokokostukkaturen stammen von M. Fröwis, die Wand- und Deckenmalereien von F.F. Bröchin. Von 1228 bis 1870 war sie Chorherrnstift. Im Jahr 1876 wurde hier der 1. Christ-katholische Bischof der Schweiz geweiht.

Die alte Rheinbrücke verwendet die Insel als natürlichen Brückenkopf und besteht deshalb aus 2 Teilen. Auf der Insel befand sich einst eine Burg und eine Artilleriefestung, von beiden ist nichts geblieben. In Schillers "Wilhelm Tell" ist mit "..zu Rheinfeld an des Kaisers Pfalz" die zerstörte Burg "Stein" gemeint, die zeitweilig Wohnsitz der habsburgischen Herrscher gewesen war.

Rheinfelden war Sitz einer Johanniterkommende. (Kommende = Verwaltung der Güter eines Ritterordens). Die spätgotische Kapelle (1456-57) mit flachgedecktem Schiff, polygonalem Chor und Käsbissenturm (Käsbissen = schweiz. Ausdruck für ein steiles Satteldach als Turmabschluss) wurde 1806 profanisiert. Sie weist zahlreiche Wandmalereien auf, u.a. ein Jüngstes Gericht aus der Schongauer Schule um 1490.

Nach diesem historischen Rundgang durch ein bezauberndes Städtchen, am schönen Rhein gelegen, hatten wir uns "Kaffee und Kuchen" redlich verdient und ließen diesen interessanten Nachmittag bei fröhlichen Gesprächen ausklingen.

Wir danken dem Vorstand und unserem kompetenten Stadtführer, Urs Zöbeli, für diesen schönen Nachmittag. Auf ein Wiedersehen im Kreis der "Continuo" freuen wir uns schon jetzt!


 

Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee – Dienstag, 13. August 2013
Bis auf das Ehepaar Brunner, welches in Zug zustieg und Verena Künzle, die erst im Wagnermuseum zu uns stieß, reisten alle Teilnehmer (42 + 1 Gast) bequem mit dem Zug, im reservierten Abteil, nach Flüelen. Bis wir in Flüelen dem Zug entstiegen, waren bereits angeregte Gespräche im Gang. Im Schiffsbistro durften wir bis zur Abfahrt des Schiffes URI – ein wunderschöner Raddampfer –den Apero genießen, den uns in verdankenswerter Weise Jürg Bruppacher spendierte. Nicht genug, dass er diesen Anlass so mustergültig vorbereitete, auch noch ein Apero! Im Namen aller Teilnehmer, Dir Jürg, ein herzliches Dankeschön!
Im antiken, nostalgischen Salon der ersten Klasse nahmen wir das Mittagessen ein. Gesellschaft und Ambiente trugen zu einigen schönen Stunden bei, nicht zu vergessen das vorzügliche Mittagessen! Neben den leiblichen Genüssen bewunderten wir die Landschaft dieser Gegend, die abgesehen von einigen stark bevölkerten Orten, an Ursprünglichkeit nichts eingebüßt hat und die heutigen Menschen immer noch zu begeistern vermag, insbesondere die sogenannten "Flachlandindianer" aus aller Herren Länder!
Nach der pünktlichen Ankunft in Luzern, wechselten wir auf ein kleineres Schiff, um in einer knappen Viertelstunde unser Endziel, das Richard Wagner Museum in Tribschen zu erreichen. Dort erwarteten uns bereits die beiden Führerinnen, Frau Bieder und Frau Fleischer, um uns durch das prachtvolle, wunderschön gelegene Haus zu führen und über seine illustren Bewohner Wissenswertes zu berichten:
Wagner bezog die Villa in Tribschen am 15. April 1866 (Ludwig II kam für die Miete auf) und blieb hier bis zu seiner Übersiedlung nach Bayreuth am 22. April 1872, wo am 22. Mai 1872 die Grundsteinlegung zum Bayreuther Festspielhaus stattfand und am 13. August 1876 mit dem 1. Zyklus des "Ring des Nibelungen" eröffnet wurde. In Tribschen begann das offizielle Zusammenleben mit Cosima von Bülow, hier wurde am 17. April 1867 Richards und Cosimas zweite Tochter Eva geboren (sie heiratete später den Schriftsteller Houston Stewart Chamberlain), am 6. Juni 1866 ihr einziger Sohn Siegfried, der ein nicht uninteressanter Komponist, guter Dirigent, hervorragender Regisseur und (1907) Nachfolger Cosimas als Leiter der Bayreuther Festspiele wurde. Auch die Freundschaft mit Friedrich Nietzsche begann in Tribschen. In Luzern, in der protestantischen Kirche, fand am 25. August 1870 die Trauung Richard Wagners mit Cosima von Bülow (Tochter von Franz Liszt und der Gräfin d’Agoult) statt. Hier lebte Wagner mit seinen Lieben, zu denen auch die beiden Neufundländer Russ und Kos gehörten, sowie zwei Papageien und die beiden prächtigen – Fricka und Freia genannten – Pfauen. Das war keine leichte Aufgabe für die Haushälterin Verena Stocker ("Vreneli") die (auf Rechnung des Königs) ein Personal von 10 Personen betreute. Wagner vollendete in dieser Villa die "Meistersinger" und "Siegfried", arbeitete an der "Götterdämmerung", komponierte den "Kaisermarsch" zur Feier des Sieges der Deutschen im Krieg gegen Frankreich (1870/71) und schrieb seine Studie "Beethoven" (1870).
Ein besonderer Höhepunkt war die Uraufführung des "Siegfried-Idylls" im Treppenhaus von Tribschen (25. Dezember 1870 – 7.30 Uhr morgens). Zu diesem Anlass – Cosimas 33. Geburtstag am 24. Dezember - erhält sie die Partitur Zweitschrift des Idylls. Nietzsche ist bei diesem feierlichen Anlass zugegen.
Nach den interessanten Ausführungen unserer Führerinnen, spielte Urs Leuthardt auf Wagners Flügel (ein Geschenk der Herstellerfirma Erard) eine Beethoven Sonate. Trotz der vielen Umzüge, die dieser Flügel bereits hinter sich hat, klingt er noch sehr schön! Wir danken Urs Leuthardt für den schönen Abschluss unseres Besuches an diesem geschichtsträchtigen Ort.
Der Autobus führte uns zurück zum Luzerner Hauptbahnhof, von wo wir wieder nach Zürich zurückkehrten.
Wir danken Jürg Bruppacher für die Zusammenstellung dieses Tagesprogrammes, welches uns nicht nur die schöne Landschaft dieser Gegend vor Augen führte, sondern auch viel Wissenswertes über Richard Wagners Schweizer Domizil vermittelte, nicht zu vergessen das Mittagessen auf einem der Nostalgieschiffe. Ein gemütliches Beisammensein und interessante Informationen prägten diesen Ausflug.
Mit Freuden sehen wir dem nächsten Anlass von CONTINUO entgegen!

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Auf ins Luzernische 20.6.2013

Pünktlich um 8 Uhr morgens starteten die 28 Teilnehmer zur Carreise ins Luzernische. Gutes Wetter begleitete uns und mit einigen Hindernissen kamen wir mit ziemlicher Verspätung – auch im Luzernischen gibt es eine Menge Baustellen! – im KKLB Beromünster an.
Mitten in einer kilometerweiten Landschaft, aber direkt an der Hauptstraße Sursee-Beromünster stehen ein riesengroßes Hauptgebäude, 3 alte Villen, eine Bunkeranlage, eine Schafstallung, mehrere Holzpavillons, sowie ein kirchen-großer Neubau. In all diesen Gebäuden gibt es faszinierende Installationen und Ausstellungen zahlreicher Kunstschaffender. Das KKLB = Kunst und Kultur im Landessender Beromünster, eine gewollte Anspielung auf das Luzerner KKL - ist eines der umfangreichsten und erfolgreichsten Kunst- und Kulturprojekte der Schweiz.
In jedem Winkel ist die Handschrift von "Wetz" (Werner Zihlmann, aus Sursee) zu erkennen, nachdem vor rund einem Jahr der Umbau des Senders in ein Gesamtkunstwerk begonnen hat. Für einen symbolischen Betrag von CHF 5.- konnte er das Gelände des Senders für seine Zwecke von der Swisscom übernehmen, nachdem der Gemeinderat zugestimmt hatte.
Bevor er sich hundertprozentig dem KKLB widmete, hat "Wetz" in Uffikon den Tempelhof verwirklicht, eine Säulenhalle aus Beton, mitten in der Landschaft. Die daraufhin beantragte Zonenplanänderung wurde von der Gemeindever-sammlung knapp abgelehnt und somit war das Schicksal dieses Kunstprojektes besiegelt!
"Wetz" als Gastgeber ist ein begnadeter Erzähler, der Anekdoten einstreut und seine Rede mit Pointen spickt. Etwa dass die Anlage, die in Zeiten des Kalten Krieges als Hochsicherheitstrakt galt, mit in einem Gummibaum versteckten Bewegungsmeldern!!
Alle Installationen und Kunstobjekte, die die diversen Räume bevölkern, sind faszinierend und absolut sehenswert. Mir persönlich haben am besten die Faltarbeiten, Origami, von Sipho Mabona (Schwalben in allen Größen) und die Kollagen aus Abfallprodukten gefallen. Als architektonisches Schmuckstück präsentiert sich der neue "Schweizer Landessaal 2011", wo der offizielle Kunstrundgang durch die Anlage jeweils endet.
Leider war die Zeit zu kurz, um noch die schöne Waldkapelle zu besichtigen und es ging sofort nach Gormund, wo wir das Mittagessen einnahmen. Erst als die Speisen gereicht wurden, trat in der Runde etwas Ruhe ein!
Auf dem Hügel Gormund liegt die Wallfahrtskirche Maria Mitleiden, 1612 unter Einbezug des alten Chores. neu erbaut. Im Innern dieses noch gotisch wirkenden Baues illusionistische Wandmalereien der Spätrenaissance. Der tolle Blick über das weite Land bot sich infolge des heraufziehenden Gewitters nicht.
An der Straße nach Hildisrieden liegt die Schlachtkapelle St. Jakob, in Erinnerung an den Sieg der Eidgenossen über das habsburgisch, öster-reichische Heer an der Stelle erbaut, wo Herzog Leopold III gefallen war. Die bereits ein Jahr nach der Schlacht von 1386 gebaute Kapelle ist mit einem Schlachtenbild nach Hans Rudolf Manuel von 1551, sowie mit Wappen bzw. Namenslisten der Gefallenen ausgemalt. Zum Abschluss dieses Ausfluges in die Geschichte, sangen die Teilnehmer das bekannte Sempacher Lied. Für mich so ziemlich eines der wenigen Male, wo man in diesem Kreis sang! Gratulation!
Dann ging es weiter nach Wolhusen ins Tropenhaus, an der Zapfstelle der transeuropäischen Gaspipeline Nordsee-Norditalien gelegen. Inmitten einer voralpinen Landschaft liegt dieses Tropenhaus eingebettet, mit 1900 m2 großen Garten, 120 tropischen Nutzpflanzenarten und einer Fischzucht von Tilapia, einem Speisefisch der u.a. in den COOP Filialen verkauft wird. COOP ist der größte Sponsor dieses Tropenhauses.
Während des Rundganges auf den verschlungenen Pfaden des dicht bewachsenen Tropengartens erfuhren wir durch unsere kompetente Führerin viel Neues und Wissenswertes über die tropischen Nutzpflanzen und deren Verwendungszweck in den Tropen und bei uns in der westlichen Welt. Hintergrundinformationen zur speziellen Betriebsphilosophie in Bezug auf Technik, Ökologie und Nachhaltigkeit geben Einblick in das spannende und erfolgreiche Projekt Tropenhaus.
Zwischendurch durften wir einige Produkte probieren, wie einige uns weniger bekannte tropische Früchte, Senf aus Papaya z.B. und Fruchtsäfte. Abgesehen von den Früchten, sahen wir Kakaopflanzen, Passionsblumen, Tee- u. Vanillesträucher usw. Eine enorme Vielfalt die uns wieder einmal den Respekt vor der Schöpfung abverlangte.
Nach diesem interessanten Besuch in einer anderen Welt, ging es auf schnellstem Weg zurück nach Zürich.
Es war ein schöner, ereignisreicher Tag in einer Gegend, die den meisten der Teilnehmer nicht allzu bekannt sein dürfte und die auf jeden Fall einen Besuch wert ist! Wir danken den Organisatorinnen für die Zusammenstellung des Tagesprogrammes und sehen weiteren Reisezielen gerne entgegen.
I.S.

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Besuch der Haumüli im Embrachertal am 28. Mai 2013

Über 30 Personen folgten der Aufforderung des Vorstandes und wollten mehr über dieses kulturgeschichtliche Kleinod in der näheren Umgebung von Embrach-Rorbas erfahren.
Ein Teil unserer Gruppe wanderte von der Kirche Embrach aus dem Wildbach entlang zur Haumüli, wo sie auf den Rest der Gruppe stießen. Der Weg führt durch einen Teil des Naturschutzgebietes. Im Moment stehen die Wiesen und Bachränder in vollster Blüte und nach den trostlosen grauen Tagen, erfreut man sich gerne der wiedererwachten Natur!
Die Herren Linsi und Iten führten uns kompetent durch die Anlage. Bei der Vorstellung der für uns Laien komplizierten Arbeitsvorgänge, sei es in der Sägerei, sei es in der Mühle, hörte man heraus, mit wie viel Herzblut man diese faszinierende Welt des Sägens und Mahlens wieder hergestellt hat, damit auch künftige Generationen noch erfahren, wo früher die Balken für den Wohnbau, sowie das Mehl für unser täglich Brot gewonnen wurden.
Den Abschluss machte eine Tonbildschau, die einem die Hochachtung für all die freiwilligen Helfer abrang, die dieses Stück alter Handwerkskunst wieder erstehen ließen.
Einige Daten zur Geschichte der Haumüli:
Die Haumüli im Wildbachtal unterhalb von Embrach wird schon im 14. Jh. zum ersten Mal erwähnt. Die Mühle ist ein wesentlicher Bestandteil in der Kette der historischen Wasserkraftanlagen des Wildbachs.
Ein im Grundriss quadratisches Hauptgebäude misst 30 auf 30 Fuß und stammt aus dem 17. Jh. Spätere An- und Umbauten formten die heutige Anlage mit der dazugehörenden Scheune.
Im Jahr 1987 verstirbt der letzte Besitzer und hinterlässt die Anlage, deren immensen Pflegeaufwands er schon längst nicht mehr gewachsen war, in einem desolaten Zustand. Die Umgebung verwaldet zusehends und wird überwuchert. Schließlich stürzt das verlassene Hauptgebäude teilweise ein, von der einst stolzen Mühle bleibt nichts als eine bescheidene Ruine übrig.
Über die Eidgenossenschaft kommt das Gebäude zum Bund für Naturschutz, der die Trümmer zur Instandstellung und Pflege im Baurecht an die Stiftung des Zürcher Heimatschutzes weitergibt. Nach sorgfältigen Voruntersuchungen und nur dank besonders behutsamen Vorgehens konnte das Hauptgebäude mit dem Säge- und Mühleanbau inklusive der Kanalanlagen gerettet und funktionstüchtig wiederhergestellt werden.
Heute ist die große Wohnung im Mühlegebäude sogar wieder bewohnt. Im Mülisäli hat sich der Naturschutzbund einen zweckmäßigen Unterrichtsraum eingerichtet und die neu gegründete Vereinigung Pro Haumüli erfüllt die Mühle mit neuem Leben. Sie übernimmt die Pflege der Anlage und belebt sie mit allerlei Anlässen. Außerdem kümmert man sich um die Rekonstruktion der Sägen und Mühle und bringt die alten Gerätschaften wieder zum Laufen.
Nach all diesen Informationen waren wir reif für Kaffee und Kuchen. Alles liebevoll hergerichtet von den freiwilligen Helferinnen, zu denen auch unsere Mitsängerin Judith Rusterholz zu zählen ist. Vielleicht aß manch einer sein Kuchenstück mit mehr Achtung als sonst! Bevor wir diesen gastlichen Ort verließen, fütterten die meisten unserer Gruppe das 'Haus ‘Sparschwein großzügig und Judith lässt im Namen der Stiftung Haumüli herzlich dafür danken!
Alles in allem war es ein schöner Nachmittag, den wir im Kreis der Continuo Mitglieder verbringen durften und wir danken dem Vorstand für die Organisation. Sogar Petrus hat mitgemacht!!
Bis zum nächsten Wiedersehen!
I.S.
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Adventsfeier 1. Dezember 2012

68 Personen sind unserer Einladung gefolgt und fanden sich im Kirchgemeindehaus Oberstrass ein, um gemeinsam einen besinnlichen 1. Advent zu feiern. Beim traditionellen Aperitif wurden bereits in angeregter Stimmung Gedanken ausgetauscht und auch das von Frau Näpfer und ihrem Team vorzüglich zubereitete Essen fand wiederum grossen Anklang. Die festlich geschmückten Tische und das Kerzenlicht trugen zur vorweihnachtlichen Stimmung bei. Wie immer verging die Zeit im Nu.

Maximilians Zauberschau, vorgeführt von Herrn Bruno Raimann am Akkordeon und Herrn Christoph Walt als Zauberer, brachte mit "Schall und Rauch" Zauberstücke zum Besten, abwechslungsweise mit Couplets und Liedern aus den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts, mit Texten u.a. von Heinz Erhardt und Otto Reuter. Trotz schärfster Beobachtung war es keinem Anwesenden möglich, die Tricks die uns Herr Walt souverän vorführte, zu erraten!

Dem musikalischen Genuss folgte endlich Kaffee und Kuchen! Das Dessertbuffet war wieder reichlich bestückt worden von zahlreichen Sängerinnen, denen wir auch auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. Wie gut die mitgebrachten Leckereien waren zeigte sich darin, dass innert kürzester Zeit das Buffet restlos geplündert wurde! Ursula Mosimann leitete die Veranstaltung nicht nur souverän, sie beglückte die Anwesenden auch mit selbstgemachten Pralinen! Dafür gebührt ihr ein besonderer Dank.

Infolge der tollen Darbietungen von Maximilians Zauberschau und dem gemütlichen Beisammensein mit interessanten Gesprächen, fand man keine Zeit ein Weihnachtslied zu singen!

Es war ein schöner Nachmittag und bevor wir wieder in den Alltag hinaus strömten, wünschte die Präsidentin allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2013!


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Besuch des Paul Gugelmann Museums in Schönenwerd
Do. 4. Okt. 2012
Der Wetterbericht verhiess nichts Gutes. Überrascht hat daher, dass sich doch nahezu die Hälfte der für die Besichtigung  des Gugelmann Museums angemeldeten 30 Mitglieder zum vorangehenden „Herbstbummel“ einfanden. Die Wanderung wurde dann zwar nur mehr ein Spaziergang durch den Ballypark. Schuld war nicht das Wetter, sondern der Wunsch, im nahegelegenen Fashion Fish ein Schnäppchen zu angeln oder noch vor der Führung im Museum einen Kaffee zu trinken.

1851 liess C.F. Bally einen Fabrikkanal bauen, dem er einen Park für die Arbeiter seiner Werke angliederte. Später wurde durch Einbezug einer alten Aareschlaufe eine Reihe von Weihern angelegt und der Park erweitert. Diese Wasserläufe waren derzeitig zwar beinahe leer, da Pflegarbeiten anstanden. Eine Vielzahl unterschiedlicher Bäume, Baumgruppen beleben in der Manier des englischen Landschaftsgartens die langgestreckte Parkfläche. Leider fehlte “unsere“ kundige Botanikerin, die uns die Exoten nahegebracht hätte! Wir freuten uns aber an den bereits prächtigen Herbstfarben und liessen uns, wie von Gartengestalter beabsichtigt, durch die Birken in eine heitere Stimmung versetzen, versanken aber bei den Nadelbaumgruppen glücklicherweise nicht in Melancholie und Trauer. Zur besinnlichen Einkehr in der künstlichen Grotte reichte es nicht. Doch würdigten wir das Bildungsmonument der Pfahlbaugruppe, das heimatliche Signet des Spychers und bewunderten dann den schlossartigen Bau des Kosthauses, der den Park wirkungsvoll gegen das Industriegebiet abschliesst.

Um 15 Uhr dann war die Gruppe vollzählig. Frau Bolliger und Herr Breinlinger führten uns kompetent durch das Museum von Paul Gugelmanns „poetischen Maschinen“ . Zuerst und immer wieder wurden die feinen, filigran miteinander verwobenen Drähte begutachtet und bewundert. Dass sich diese kleinen Dampfmaschinen auch noch in Bewegung setzen liessen, wurde mit ungläubigem Kopfschütteln zu Kenntnis genommen werden. Was zuerst nur wie kleine Maschinen aussah, versah Paul Gugelmann auf originelle Art mit hintergründigen Fragen und Aussagen: philosophischen wie: Wer war zuerst, das Huhn oder das Ei?; politischen: Vorsager, Schweigende, Jasager; historischen: das Pferd vor Troja; witzigen: die Waschmaschine; psychologischen: der Liebesradler; biologisch-medizinischen: das Kopfinnere. Unsere Reaktionen reichten von Erstaunen, über Betroffenheit zur fragenden Haltung; vom Lächeln bis zum überraschten Lachen, etwa wenn eines der geheimen Türchen geöffnet wurde. Das grosse Können eines ausgezeichneten Handwerkers, gepaart mit grosser Kreativität, sowie die feine Umsetzung der witzigen Ideen, der originellen Einfälle und scharfen Beobachtungen im sperrigen Metall löste bei allen Bewunderung, Freude und Respekt aus. Dass dieses Werk zudem noch erhalten sein darf in der Heimatgemeinde des Künstlers ist ein Glücksfall. Alle Mitglieder waren beeindruckt von der Fülle des Gesehenen und Gehörten.

Der Weg zum Hotel Storchen führte durch den ehrwürdigen  Kreuzgang des alten Stiftes St. Leodegar aus dem 17. Jh. Dank einer gerade tätigen Putzequipe konnten wir noch einen Blick in die Kirche werfen, eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert in Rokokoausstattung.
Bei Kaffee und Kuchen oder Zvieriteller wurde liess es sich dann noch angenehm weiter diskutieren, lachen, sprechen, erzählen. Ursula Mosimann


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Schifffahrt auf dem Greifensee

An einem der heissesten Tage dieses Sommers trafen sich 24 Mitglieder am Schiffsteg in Maur ZH zu einer Fahrt auf dem idyllischen Greifensee. In der Hoffnung, uns während der Fahrt ein bisschen Wind um den Kopf blasen zu lassen, bestiegen wir das zweistöckige MS „Stadt Uster“. Schon bald merkte man aber, dass die Geschwindigkeit für eine Abkühlung nicht ausreichte. So erfreute man sich an der noch immer viel Grün aufweisenden Umgebung und an lockeren Gesprächen untereinander. Da wir eine Rundfahrt machten, war es allen vergönnt, einmal auf der Sonnenseite und danach auf der Schattenseite des oberen Decks zu sitzen. Nach gut einer Stunde trafen wir wieder am Ausgangspunkt in Maur ein und begaben uns zielstrebig ins nahe gelegene Restaurant „Schifflände“, wo man im Garten (zwar im Schatten, aber immer noch in der Sommerhitze) gemütlich zusammensitzen, plaudern, etwas trinken oder essen konnte.

Mangels Fotografen gibt es von diesem Ausflug leider keine Bilder. Aber der Ausflug hat allen gefallen.

Jürg Bruppacher


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Ausflug ins Glanerland 26. Juni 2012

Pünktlich um 8 Uhr morgens startete die stattliche Anzahl von 40 Teilnehmern zu dieser Reise ins Glarner Land. Petrus war uns gnädig und wir fuhren in Richtung Innerschweiz, vorbei an saftigen grünen Wiesen und Äckern.
Gegen 10 Uhr erreichten wir unser erstes Ziel, ELM, das hinterste Dorf im Sernftal. Hier gruppiert sich rund um die Kirche der besonders schöne Dorfkern mit zahlreichen unter Denkmalschutz stehenden Häusern. Das Dorfbild mit seinen imposanten Strickholzbauten wurde mit einem Preis des Europarates und mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet.
Die Glarner Alpenwelt ist geologisch sehr interessant und wurde 2008 zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Die Tschingelhörner und das Martinsloch sind Naturdenkmal von nationaler Bedeutung. Zweimal im Jahr scheint die Sonne durch das 16 Meter grosse Felsloch genau auf den Kirchturm in Elm. Die gut sichtbare Linie unter den Tschingelhörnern markiert die schönste Gesteins-Deckenüberschiebung der Welt.
Herr Rhyner erwartete uns in Elm bereits und führte uns ein in die schicksalhafte Geschichte des Tales. Der Schieferabbau prägte die Wirtschaft des Sernftales bis ins 19. Jahrhundert entscheidend. Am 11. September 1881 erlebte Elm eine grosse Katastrophe. Durch den exzessiven Schieferabbau lösten die Menschen einen gewaltigen Bergsturz aus, der 114 Elmerinnen und Elmer unter sich begrub. Die siebenjährige Katharina Disch mit ihrem vierjährigen Bruder Kaspar wurden verschont. Ihre Geschichte hat Franz Hohler in einer Novelle verarbeitet.
In der 1808 gegründeten Schiefertafelfabrik, einer einzigartigen Zeugin der Glarner Industriegeschichte, erfuhren wir anhand eines kleinen Films die wichtigsten Daten über den Schieferabbau im Sernftal. In der Schiefertafelfabrik demonstrierte uns Herr Rhyner mit den vorhandenen Maschinen wie in über 30 Arbeitsgängen Schiefertafeln und Griffel, später dann Jasstafeln und Souvenirartikel entstanden.
Unser nächstes Ziel war das Gasthaus RICHISAU (1100 Meter ü.M.). Entlang des Klöntaler Sees, eines durch einen Bergsturz entstandenen Natursees, der 1908 zusätzlich aufgestaut wurde, ging es auf einer abenteuerlichen Fahrt dorthin. Dieses Gasthaus wurde 1987 von Peter Kamm neu erbaut. Es ist ein kompromissloses Beispiel alpiner Architektur, eine dreischiffige „Sennhütte“, ein aussergewöhnliches Gasthaus auf einer besonderen Alp, wo sich Kunst und Natur unauffällig ruhig begegnen. Wegen seiner lieblichen Umgebung liessen sich im 19. Jh. diverse Landschaftsmaler in Richisau nieder und wurden zu realistisch gemalten Naturstudien inspiriert. Der imposante Ahornhain war ebenso sehr eine Inspiration für so bekannte Maler wie Rudolf Koller, Friedrich Zimmermann, Traugott Schiess, Gustav H. Ott und Friedrich Voltz. Aus heutiger Zeit stammen einige Kunstwerke, u.a. von Fritz Wotruba. Besondere Attraktion: der "Blaue Stein" von Karl Prantl.
Wieder zurück im Haupttal ging es weiter nach ENNENDA. Der älteste Dorfteil, das Oberdorf, wird 1303-1307 als Obront-Ennant-A und das Niederdorf Nydern-Ennant-A erwähnt. Das Dorf war im Jahr 1395 dem Kloster Säckingen abgabepflichtig. Seit 1417 ist die Nutzung der Wasserkraft durch Mühle, Säge, Hanf- u. Flachsstampfe bezeugt. Der ebene Talboden konnte nach der Eindämmung der Linth bereits im 16. Jh. genutzt werden.
Jakob Bellersheim aus Hessen begann 1616 Schiefertische herzustellen. Dieses Gewerbe erlebte einen derartigen Aufschwung, dass von Mitte des 17. Jh. bis Mitte des 18. Jh. die meisten Haushalte an Herstellung und Export der Schiefertische beteiligt waren. Ennenda entwickelte sich zu einem Handelsdorf und bedeutende Firmen der alten Eidgenossenschaft hatten hier ihren Sitz, so 1750 die Wienerhandlung Jenny-Aebli & Co., die Deutschländerhandlung der Firma Markus Oetterli & Sohn und die Holländer Handelsgesellschaft Weber-Aebli & Co. Diese Firmen waren zu der Zeit in ganz Europa aktiv. Nach dem Untergang der Handelshäuser hielten Stoffdruckereien und andere Industriezweige Einzug in Ennenda, einst die reichste Gemeinde der Schweiz. Das Ende des 19. Jahrhunderts erstellte grosse Gemeindehaus mit städtischem Charakter bringt dies heute noch zur Geltung.
Ein Teil unserer Gruppe erforschte das Dorf und wurde von einem kompetenten Führer über die Ortsgeschichte informiert. Es ging vorbei an Energieanlagen, Fabrikanten- u. Arbeiterhäusern, den steinernen Zeugen der einst so bedeutenden Glarner Textilindustrie. Der grösste Hängeturm der Schweiz, der sogenannte "Hänggiturm" – Symbol für glarnerischen Pioniergeist in der Hochblüte der Textilindustrie - konnte gerettet werden, d.h. er wurde idealerweise im Industrieensemble Jenny Ennenda wieder aufgebaut und dient heute neudefinierten Nutzungsmöglichkeiten.
Der andere Teil der Gruppe liess sich das Kontor zeigen. Das Kontor (auch Contor oder Comptoir) der Firma Daniel Jenny & Co. in Ennenda ist eine Folge von Büro-, Archiv- und Nebenräumen im 1. Stock des Druckereigebäudes Süd "im Trümpigen" (über der "Baumwollblüte", Fabrikstrasse 5). Diese Räume stammen noch aus der Mitte des 19. Jh. und wurden im Wesentlichen auch nach deren Stilllegung in den 60-er Jahren des 20. Jh. im ursprünglichen Zustand belassen. Im Tresor befand sich nicht vorwiegend Geld, sondern insbesondere Farbmuster für das Bedrucken der Stoffe (darunter Indigo und Krapp rot). Seniorchef Daniel Jenny-Wipf hat in den letzten rund 20 Jahren mit originalen Möbeln und Utensilien sowie Geschäfts- u. Musterbüchern die damalige Atmosphäre wieder erweckt.
Nach einem kurzen Besuch des Fabrikladens, der zum Einkauf textiler Spezialitäten der Gegend einlud, traten wir um ½ 6 Uhr den Heimweg an und trafen kurz nach 19 Uhr wieder in Zürich ein. Es war ein schöner, ereignisreicher Tag in einer Gegend, die den meisten der Teilnehmer nicht allzu bekannt sein dürfte und die auf jeden Fall einen Besuch wert ist! Wir danken den Organisatorinnen für die Zusammenstellung des Tagesprogramms und sehen weiteren Reisezielen entgegen.
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Adventsfeier 26. November 2011
Insgesamt 80 Personen nahmen an der diesjährigen Adventsfeier teil. Die höchste Teilnehmerzahl seit langem! Offenbar entspricht die Gestaltung dieses Anlasses (Mischung aus Sozialem, Musikalischem und Kulinarischem) zu diesem Zeitpunkt einem Bedürfnis vieler Mitglieder.
Beim traditionellen Aperitif wurden bereits in angeregter Stimmung Gedanken ausgetauscht und auch das von Frau Näpfer und ihrem Team vorzüglich zubereitete Essen, fand wiederum grossen Anklang.
Im festlich geschmückten Saal, diesmal leider ohne Weihnachtsbaum, liess es sich wohl sein, im Kreise ehemaliger und noch aktiver Mitsänger. Man hatte sich viel zu erzählen und so verging die Zeit im Nu. Eine Darbietung der besonderen Art bot das Ensemble Gelato Misto Musicale. Die fünf Damen und Herren, die sich in  erster Linie auf alte Instrumente spezialisiert hatten, führten uns mit ihrer Musik und Gesang heiter und besinnlich in die Adventszeit ein. Mit Alphorn, diversen Blockflöten, Gamben, bis hin zu bulgarischen Dudelsäcken wurde die Weihnachtsgeschichte klangvoll neu „erzählt“.
Dem musikalischen Genuss folgte endlich Kaffee und Kuchen! Das Dessertbuffet war wieder reichlich bestückt worden von zahlreichen Sängerinnen, denen wir auch auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. Wie gut die mitgebrachten Leckereien waren zeigte sich darin, dass innert kürzester Zeit das Buffet restlos geplündert wurde! Ein spezielles Dankeschön richtet sich an Ruth Eugster, die uns mit ihren „B’haltis“ grosse Freude machte!

Es war ein schöner Nachmittag und bevor wir wieder in den Alltag hinaus strömten, wünschte die Präsidentin allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2012!
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Herbstbummel in Zürich
Wochenlang war es strahlend schön und ausgerechnet am vergangenen Samstag musste es in Strömen regnen! Trotzdem liessen sich die meisten der 25 angemeldeten Teilnehmer an diesem Herbstbummel nicht abhalten, den von Jürg vorgeschlagenen Weg vom Irchel zum Zoo (Altes Klösterli) zu Fuss zurückzulegen.

Der Weg war gesäumt von einigen Aussichtspunkten, z.B. der aufgeschüttete Hügel (Aushuberde der neuen Universität Irchel), vom dem man bei schönem Wetter einen schönen Ausblick über das Limmattal, bis hin zu den Lägern geniessen kann. Auch der nächste Aussichtspunkt in der Nähe des „Resi“ Weihers, präsentierte sich noch wolkenverhangen. Entlang des Zürichbergwaldes ging es vorbei am Hotel Zürichberg, zum „Altes Klösterli, dem Treffpunkt mit den Teilnehmern, die sich direkt dort einfinden wollten, um mit den Spaziergängern zusammen das „Zvieri Plättli“ zu geniessen.

Auf der letzten Wegstrecke wurde die Sicht immer besser und erlaubte sogar einen Blick über den Zürichsee! Den Schirm brauchte man auch nicht mehr und so trafen wir relativ trocken im Restaurant ein.

Bei angeregten Gesprächen genoss man es, wieder einmal mit ehemaligen Sängern/innen beisammen zu sein. Ella Weibel, die in dieser Woche ihren Geburtstag feiern konnte, wurde mit einem Geburtstagsständchen bedacht.

So gegen 18 Uhr machte man sich auf den Heimweg, nicht ohne vorher Jürg Bruppacher gedankt zu haben für die gute Organisation dieses Herbstbummels.
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Schifffahrt auf dem Hallwiler See

Dienstag, 9. August 2011

Die meisten der 26 Teilnehmer an diesem Ausflug reisten mit dem Zug über Lenzburg und dann mit dem Bus über Land, vorbei an Schloss Brestenberg, nach Meisterschwanden an. Der Wettergott meinte es gut mit uns, und schönes Wetter begleitete uns die ganze Zeit!

In Meisterschwanden, am Schiffsteg "Delphin" erwartete uns bereits das Extraschiff «Seerose» mit seiner Crew, um uns in etwa eineinhalb Stunden die Lieblichkeit der Umgebung des Hallwiler See's nahezubringen. Der Rest der Gruppe stiess am Schiffsteg «Seerose» zu uns.

Da uns die Sonne hold war, konnten wir die ganze Fahrt im Freien verbringen. Nicht nur die schöne Landschaft, das ruhige Dahingleiten im Hallwiler See waren schön, sondern auch und vor allem das Zusammensein mit Sängerkollegen, die man schon eine Weile nicht mehr gesehen hat und sich daher viel zu erzählen hatte!

Pünktlich um halb fünf Uhr kehrten wir nach Meisterschwanden zurück, wo uns im Restaurant «Seerose» ein Zvieriteller erwartete. In einem schönen freundlichen Gastzimmer, mit Blick auf den See, konnten die vielen guten Gespräche weitergeführt werden.

Gegen 18 Uhr verliessen die ersten diesen schönen Ort und gegen halb sieben fuhren dann die letzten Autos weg.

Es war wieder ein sehr schöner erlebnisreicher Nachmittag im Freundeskreise und wir danken Jürg Bruppacher für die perfekte Vorbereitung dieses Anlasses.

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Ausflug ins Emmental zu Alphorn und Zither am 16.6.2011

Pünktlich um 8 Uhr fuhren 36 Continuo Mitglieder mit dem Car los auf diese „musikalische“ Reise ins Emmental. Der Himmel meinte es gut mit uns und wir konnten bei schönem Wetter die wunderbare Gegend geniessen – schöne, liebevoll geschmückte Bauernhäuser u. -gärten.

Unser Weg führte uns durchs Entlebuch und Schangnau nach Eggiwil, einer Gemeinde im oberen Emmental, ca. 2470 Einwohner und flächenmässig mit 60 km2 eine der grösseren Gemeinden des Kantons Bern. Das Gemeindegebiet beginnt auf einer Meereshöhe von 648 m ü.M. (Aschau) und erstreckt sich bis auf 1414 m ü.M. (Wachthubel).

Auf dem Knubel oberhalb des Ortes befindet sich die älteste Alphornwerkstatt der Schweiz. Dort stellt Walter und Hansruedi Bachmann bereits in 3. Generation Alphörner her. Herr Walter Bachmann erwartete uns bereits, um uns in seinem lieblichen Dialekt, über die Geschichte, sowie die Herstellung des Alphorns zu informieren.

Die erste geschichtliche Erwähnung eines Alphorns geht auf das Jahr 1555 zurück. Ursprünglich wurde das Alphorn aus einem Stück aus schön gewachsenem Mändlerfichtenholz hergestellt. Mundstück, Ringe und geschnitzte Teile aus Buchs oder Nussbaumholz. Wegen Transportproblemen werden sie heute allerdings aus zwei oder drei Teilen plus Mundstück angefertigt. Für die Herstellung eines Alphorns werden ca. 80 Arbeitsstunden benötigt. Ein Alphorn wiegt etwa 4 Kilo und kostet an die CHF 3‘200.-. Pro Jahr entstehen ca. 30 Alphörner, Lieferfrist 2 Jahre.

Bevor wir wieder in den Car einstiegen, konnten noch Postkarten, sowie von der Familie Bachmann hergestellte Alphornwürste probiert bzw. gekauft werden.

Über Röthenbach ging die Fahrt zum Würzbrunnenkirchli, welches erstmals im Jahr 1148 in einem Brief von Papst Eugen III. erwähnt wird. Vermutlich ist sie ca. 1000 Jahre alt. 1494 fiel die Kirche einer Feuersbrunst zum Opfer. Nach der Reformation wurden die Heiligenbilder mit Sprüchen übermalt. Die Orgel wurde 1785 gebaut und ist heute noch in Betrieb. In den 60iger Jahren des vergangen Jahrhunderts wurde sie renoviert. Würzbrunnenkirchli ist vor allem berühmt geworden als Hochzeitskirche von Ueli dem Knecht und Vreneli. Sie wird auch Gotthelf Kirche genannt.

Nach diesem Kurzbesuch ging es weiter zum Mittagessen im Chuderhüsi, 1100 m ü.M., einer der schönsten Aussichtspunkte im Bernbiet, mit unvergleichlicher Sicht auf die Berner Voralpen und bei klarer Sicht sogar auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Die servierten Portionen übertrafen alles! Es handelte sich um halbe Portionen in „Mega-Grösse“, sowohl bei der Hauptspeise, als auch beim traditionellen Dessert: „Meringue“!!

Zum Namen Chuderhüsi sei erwähnt, dass man in diesem Haus – dem Schaukasten zufolge nehme ich das an – einmal Flachs gewonnen hat, denn in Berndeutsch heisst Chuder – gehechelter Flachs minderer Qualität.

Um 14 Uhr brachen wir wieder auf zu unserem nächsten Ziel: Trachselwald (bedeutet „Drechsler Wald“), welches urkundlich erstmals 1131 erwähnt ist. Der Ort liegt 685 m ü.M., hat ca. 1020 Einwohner, gehört zum Kanton Bern. Das Dorf um das Schloss gelangte 1408, durch Verkauf, an die Stadt Bern. 1574 wurde das Dorf durch einen Brand vernichtet. Die ältesten Teile des Schlosses stammen aus der 2. Hälfte des 12. Jh. Bis Ende 2009 befand sich hier der Sitz des Regierungsstatthalters des Amtes Trachselwald.

Seit Mitte 2003 logiert in den Räumen der 1614 erbauten ehemaligen Amtsschaffnerei das Schweizer Zither-Kultur-Zentrum, das seit Februar 1999 existiert und zunächst in Konolfingen beheimatet war. An diesem Ort erwartete uns bereits Herr Lorenz Mühlemann, um uns über sein Museum und generell über die Zither zu informieren.

Die Liebe zum Folkloristischen während der Biedermeierzeit bewirkte eine Blüte der Zither in Mitteleuropa, mit Entwicklung hin zum bürgerlichen Saiteninstrument („das Klavier des kleinen Mannes“). In traditionellen Volksmusikensembles des Alpenraumes (z.B. in der sogenannten Stubenmusik) nimmt die Zither nach wie vor einen zentralen Platz ein.

Auf die Schweiz bezogen, gibt es auch hier eine jahrhundertealte Tradition. Das einfache Häxeschit und die formschönen Schwyzer u. Glarner Zithern belegt dies. Bereits um 1900 gibt es in beinahe jeder grösseren Stadt in der Schweiz einen Zitherverein.

Rund 110 Instrumente dokumentieren mehr als 200 Jahre Entwicklungsgeschichte, ergänzt mit Musikalien, Patentschriften, Bildern und detailreichem Zubehör.

Nach diesen interessanten Ausführungen von Herrn Mühlemann – man merkt, sein Herzblut hängt an diesem Museum – einem Kurzbesuch der Kirche oder Schloss und gestärkt mit Kaffee traten wir den Heimweg an.

Auf der Fahrt regnete es ziemlich, doch wir erreichten Zürich bei trockenem Wetter. Kurze Verabschiedung am Carparkplatz und alle stoben in die verschiedenen Richtungen auseinander.

Wir danken Ursula Mosimann und ihrem Team für die Ausrichtung dieses interessanten Ausfluges.

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Besuch der Ausstellung "home" in Lenzburg am 10. Mai 2011

Die meisten der 30 Teilnehmer an diesem Nachmittagsausflug ins nahe Lenzburg trafen sich am HB Zürich, um die Fahrt gemeinsam anzutreten.

Die Ausstellung HOME findet im Zeughaus Lenzburg statt. Sinn dieser Präsentation ist Einblick in digitale Lebenswelten zu geben, einem Forum von Meinungen, Auszügen aus dem Archiv der Mediengeschichte, die schmunzeln lassen. Wie bereits in der Einladung erwähnt: „lädt HOME zu einem sinnlichen Besuch in die „gute Stube“ der Generation Internet (wir älteren Semester zählen zu den „Immigrants“!!) ein. Fachleute gehen der Frage nach, wie die Digitalisierung unser Leben verändert und welchen Herausforderungen wir als Gesellschaft im digitalen Zeitalter begegnen. HOME schlägt auch Brücken zu allen, die in der digitalen Welt nicht zu Hause sind.“

Da Continuo seit März eine eigene Homepage führt, war es naheliegend den Besuch dieser Ausstellung anzubieten.

Herr Sebastian Siegrist, unser „Host“ für die Zeit unserer Besichtigung, führte uns ein in die etwas andere Welt, gezeichnet von der rasanten Entwicklung der Branche, Internet, Facebook, Surfen, Chatten usw., all diesen Spezialitäten, die sowohl in der Schule, dem Beruf, aber auch der Freizeitgestaltung intensiv angewandt werden, zum Teil als bereichernd, zum Teil aber auch als Fluch unserer Gesellschaft betrachtet werden.

Dann ging es los: mit dem iPad in der Hand, tapfer sich seinen Tücken stellend, liessen wir uns durch diverse Kurzfilme über Spiele und Lernmöglichkeiten Einblick geben in die für uns ältere etwas komplizierte Welt. Diese Art zu kommunizieren ist vielen noch fremd, denn es ist uns unverständlich, dass man Freunde über das Internet oder im „Chatroom“ finden soll! Diejenigen unter uns, welche Kinder und Enkel haben, dürfte es bereits bekannt oder geläufig sein, dass man sich heute nicht unbedingt im Café treffen muss, um mit Freunden zusammen sein zu können, nein man trifft sich über den Computer im „Chatroom“!!

Nach der anschliessenden Diskussion, wo vor allem von unseren Teilnehmern Fragen an Herrn Siegrist gestellt wurden, die dieser kompetent beantwortete, trafen sich die meisten wieder im Hotel Krone –nicht nur virtuell - um im dortigen Gastgarten den Nachmittag ausklingen zu lassen, sei es bei Kaffee und Kuchen oder einem Gläschen kühlen Weines.

Gegen 19 Uhr dürften alle wieder zu Hause angelangt sein. Wir danken Ursula und ihrem Team für die gute Organisation dieses Nachmittags und sehen weiteren Ausflügen mit Interesse entgegen.

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Schifffahrt in den Obersee

Donnerstag, 12. August 2010

Der Großteil der Teilnehmer (insgesamt 49 Personen) traf sich vor Abfahrt des Schiffes am Bürkliplatz, um bei Regenwetter die Fahrt in den Obersee anzutreten. Infolge des hohen Wasserstandes im Zürichsee, konnten wir nicht mit dem vorgesehenen Raddampfer fahren, sondern mussten uns mit einem „gewöhnlichen“ Zürichsee Schiff begnügen. Das bedeutet, dass im großen Speisesaal der 1. Klasse 2 Gruppen platziert werden mussten und es im Saal dementsprechend eng und stickig war.

Bis in Rapperswil die letzten Teilnehmer unseres Ausfluges zustiegen, waren wir mit 49 Personen komplett. Das Essen war sehr gut und alle dürften auf ihre Rechnung gekommen sein. Der Lärmpegel war entsprechend hoch, da die Gespräche angeregt waren. Man hatte sich sehr viel zu erzählen, nach vielen Wochen/Monaten des Wiedersehens.

In der Zwischenzeit wurde das Wetter besser und die Ufer des Zürich- u. auch des Obersees zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Man konnte schöne gediegene Häuser, aber auch nicht so schöne Überbauten betrachten. Bei der Durchfahrt in Hurden konnte man den Bewohnern besonders schöner Villen, umgeben von gepflegten Gärten, direkt bis ins Schlafzimmer sehen!

Bei der Rückfahrt herrschte eine besondere Stimmung auf dem See, mal war er grün, mal wieder blau, je nach Wolkenstimmung. Jedenfalls war es ein sehr schöner Ausflug und in den diversen Anlegestellen verabschiedeten sich die meisten Teilnehmer. Eine kleine Gruppe fuhr bis zum Bürkliplatz.

Gegen 6 Uhr gingen alle wieder ihrer Wege. Wir danken Jürg Bruppacher für die gute Organisation dieses Ausfluges, der Gott sei Dank, nicht ins Wasser fiel, sondern ein erfolgreicher Anlass unseres Vereines war!

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Ausflug nach Hergiswald

Samstag, 23. Oktober 2010

Die meisten der 20 Teilnehmer trafen sich im Zug nach Luzern und stimmten sich so bereits auf diesen Ausflug ein.

Nach kurzer Fahrt mit dem Postauto, trafen wir in Hergiswald ein. Diese Sehenswürdigkeit liegt in einer Waldlichtung am Abhang des Pilatus, 800 m ü.M., zwischen Kriens und Eigenthal. Nebelschwaden liessen an diesem Tag keine gute Fernsicht zu.

Unsere Führerin durch die Wallfahrtskirche Maria Loreto erwartete uns bereits. Diese Kirche wurde an der Stelle einer Einsiedlerklause 1651-62 erbaut. Wie bei ländlich-barocken Wallfahrtskirchen häufig, steht das schlichte Äussere im Kontrast zur überschwenglichen Ausstattung des Inneren. Die freistehende Loreto Kapelle im Innern ist eine Nachbildung der „Casa Santa“ von Loreto, mit einer schwarzen Madonna.

Frau Wickli machte uns auf die Details in dieser Kirche aufmerksam, z.B. die theatralisch inszenierten Holzplastiken, Ausdruck barocker Gestaltungslust, welche die Altäre umrahmen. Des Weiteren besonders erwähnenswert ist die mit 321 Tafeln geschmückte Decke, deren Inhalt, natürlich nur von einigen, uns Frau Wickli speziell erklärte.

Ich zitiere den Passus von Ursula Mosimann in ihrer Einladung zu diesem Ausflugsziel, der das Gesehene bestens erklärt:

Der weltweit umfangreichste und prachtvollste Emblemzyklus überspannt das Innere der Wallfahrtskirche. Der gesamte Kosmos wird aufgeboten, um als Sinnbilder, mittels rätselhafter Symbole und Sprüche zur Verherrlichung Marias beizutragen. Kaspar Meglinger, der Meister des Totentanzes auf der Luzerner Spreuerbrücke, schuf 1654 dieses gewaltige Andachtsbuch, den Bilderhimmel von Hergiswald. Seit der Renovierung 2006 erstrahlt dieser in neuem Glanz.

Nach so viel Kultur und Prachtentfaltung kehrten wir zurück in die Wirklichkeit und gaben uns den leiblichen Genüssen hin. Im benachbarten Restaurant erwarteten uns, ausser einer schön gedeckten Tafel, noch einige Teilnehmer, welche mit dem Auto angereist waren, um mit uns das köstliche Mittagessen zu geniessen.

Der Rückweg erfolgte wieder auf dem gleichen Wege. Einige sportliche gingen noch ins Eigenthal, um von dort aus den Bus zurück nach Luzern zu nehmen. Unterwegs erfreuten wir uns an den schönen herbstlich gefärbten Wäldern und kehrten zufrieden wieder in unser Zuhause zurück, nicht ohne Ursula Mosimann zu danken für diesen schönen Ausflug.

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Adventsfeier 27. November 2010

Der Einladung des Vorstandes sind 78 Personen gefolgt und fanden den Weg ins Kirchgemeindehaus Oberstrass, wo wiederum die Adventsfeier des „Continuo“ stattfand. Bei winterlicher Kälte, - draussen liegt schon Schnee auf den Dächern - wärmte man sich bei einem Gläschen Aperitif und angesichts der vielen Mitsänger u. –sängerinnen wurde die Unterhaltung immer angeregter.

Kurz nach 12 Uhr lud uns die Präsidentin, Frau Ursula Mosimann in den festlich geschmückten Saal. Dem Anlass und Datum entsprechend, es war der 1. Advent, fanden wir auch einen schönen Christbaum vor.

Nach der offiziellen Begrüssung durch die Präsidentin, wurde das Mittagessen serviert, wie immer vorzüglich zubereitet von Frau Näpfer und ihrem Team.

Nach dem Essen erfreute uns Frau Hiroko Kuramochi mit Barockmusik am Klavier, abwechselnd mit Musiker Anekdoten, die uns Jürg Bruppacher zum Besten brachte.

Den Darbietungen folgte endlich Kaffee und Kuchen! Das Dessertbuffet war wieder reichlich bestückt worden von zahlreichen Sängerinnen, denen wir auch auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. Wie gut die mitgebrachten Leckereien waren zeigte sich darin, dass innert kürzester Zeit das Buffet restlos geplündert wurde! 

Angeregte Gespräche im Kreis der in langen Jahren zusammengeschweissten Sängergesellschaft fanden ihren krönenden Abschluss im gemeinsamen Singen des schönen Weihnachtsliedes „O du fröhliche..“. Dann stoben die Teilnehmer dieses gemütlichen Nachmittag in alle Winde auseinander; nicht bevor ihnen die Präsidentin eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2011 gewünscht hat.

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1. Gemeinsamer Ausflug nach Altenrhein am 17. Juni 2009

Pünktlich um 8 Uhr fanden sich die 32 angemeldeten Damen und Herren auf dem Carparkplatz ein und wir starteten unseren gemeinsamen Ausflug von ehemaligen Septimia- u. Veteranenmitgliedern ins Morgenland der Schweiz
Die Fahrt ging auf dem direktesten Weg nach Altenrhein, wo wir im Industriegebiet die Markthalle des österreichischen Malers u. Architekten Friedensreich Hundertwasser besichtigten. Vergoldete Zwiebeltürme, leuchtende Farben, geschwungene Fenster, unebene Böden, bunte Keramiksäulen, begrünte Dachflächen sind die Merkmale dieses Künstlers.
Der Bruder des Bauherrn dieser Halle, Herr Lindemann, führte uns mit viel Enthusiasmus durch dieses einzigartige Architekturprojekt in der Schweiz. Die Schwierigkeiten, die sich bei der Erstellung dieses Baues ergaben, bis man endlich den Ideen F. Hundertwassers gedanklich folgen und entsprechend umsetzen konnte, waren nicht zu überhören. Da die Bauwerke Hundertwassers in keiner Weise in ein Schema passen, war die Fertigstellung der Halle mit vielen Stolpersteinen gepflastert. Die Bauzeit betrug 4 Jahre und, den Worten Herrn Lindemanns entnehmend, ist man heute stolz darauf diese Markthalle, die leider zweckentfremdet wurde, dem Publikum präsentieren zu können.
Nachdem wir uns bei dieser Sehenswürdigkeit etwas zu lange aufgehalten haben, wurde der Spaziergang zum Rheinspitz zeitlich abgekürzt. Es hat sich aber trotzdem gelohnt, denn man geht auf Naturwegen, durch eine zauberhafte Sumpflandschaft mit ihrem eigenen Reiz, zum Punkt, wo der Alte Rhein in den Bodensee fliest.
Von dort fuhren wir zum Mittagessen ins Restaurant „Weisses Rössli“ in Speck. Bei schönster Fernsicht, direkt am Ufer des „Schwäbischen Meers“ genossen wir die schmackhaften Speisen, die uns vom netten Personal des Restaurants serviert wurden.
Mit minimaler Verspätung erreichten wir die Geländeterrasse hoch über dem Bodensee: Heiden. Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir dort an. Die erste Gruppe besuchte das Museum des berühmtesten Mannes dieses Ortes, das Henri-Dunant Museum. Sowohl durch den Film und sonstigen Erklärungen, erfuhr man die Hintergründe die zur Gründung des Internationalen Roten Kreuzes im Jahr 1864 führten.
Die zweite Gruppe widmete sich der Herstellung der Appenzeller Biber. Wie ich von Käthi erfuhr, ist das Backen dieser kulinarischen Köstlichkeit des Appenzeller Landes ziemlich arbeitsaufwendig und wird heute noch in der Bäckerei Rohner in Handarbeit hergestellt.
Die dritte Gruppe traf sich zum Dorfrundgang mit Erläuterungen am Kirchplatz, wo uns Herr Rohner erwartete, um uns in einer knappen Stunde die Geschichte des Dorfes und seine Schönheiten näher zu bringen.
Der Brand von 1838 und der Wiederaufbau des Dorfes in neuer Ordnung haben in Heiden eine für die Ostschweiz einmalige städtebauliche Situation geschaffen. Die Gebäude um den Kirchplatz und an der Bahnhof- u. Poststrasse wurden im klassizistischen Stil erbaut, ebenso wie die reformierte Kirche am Platz. Vom Turm der Kirche hat man einen schönen Ausblick über den Bodensee und die angrenzenden Staaten.
Beim Rundgang durch das Dorf erfuhren wir von Herrn Rohner unter anderem, dass Heiden auch heute viele Arbeitsplätze bietet, sei es in der Industrie, als auch in den Kurbetrieben. Bereits in den 1850er Jahren bot man dem Gast nebst Kuh- auch Ziegenmolke an, angereichert mit Kräutern, später dann auch Zimmer mit Kuhstalluft! Den eigentlichen Durchbruch aber erzielte Heiden, als der bekannte Berliner Pionier der Augenheilkunde, Prof. Dr. Albrecht von Graefe, den lieblichen Ort über dem Bodensee um 1851 entdeckte. Von Graefe war einige Jahre zuvor die erste Operation des Grünen Stars gelungen und in der Erforschung und Operation des Schwarzen und Grünen Stars erzielte der Mediziner beachtliche Erfolge.
Bald zählte Heiden zu den grössten Kurorten der Schweiz und Europas und wurde von Persönlichkeiten wie Karl I, letzter österreichischer Kaiser über den Arzt und Schriftsteller Justinus Kerner, den Grossadmiral der kaiserlich-deutschen Flotte bis hin zum bekannten Schriftsteller Josef Victor von Scheffel besucht. Ab 1885 begann Dr. med. Heinrich Frenkel, der Begründer der modernen medizinischen Rehabilitation in Heiden zu wirken.
Den Rundgang durch Heiden beendeten wir im Hotel Linde, ausgestattet mit einem prachtvollen Saal aus der Zeit des Historismus, wohl kurz vor 1874 entstanden. Die Buntverglasung von A. Naef aus Heiden, an der Ostseite des Saals stammt ebenso aus dem späteren Jugendstil (um 1900) wie die ornamentalen Glasätzungen der Südfront. Wohl nach der Bauzeit entstand die Malerei im Deckenspiegel: ein Lob auf die gesellige Musik.
Bevor wir die Rückreise ins Unterland antraten, stärkten wir uns noch mit Getränken im moderneren Teil des Hotels Linde.
Vorbei an Trogen und Teufen fuhren wir bei St. Gallen auf die Autobahn und kamen pünktlich in Zürich an.
Ein schöner Tag, mit guten und heiteren Gesprächen unter den aktiven und passiven Mitgliedern unserer grossen Sängerfamilie. Unser bester Dank gilt, wie Gisela Spehr es treffend im Namen aller Mitreisenden ausdrückte, den Organisatorinnen dieses Ausfluges, an den sich alle mit Freuden erinnern werden.

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